Archiv von 'Juli, 2010'

Sehr angenehm..

..so ein Temperatursturz um 15° C.

Personalmangel

Stehe beim Kunden in Buchen (Odenwald) und lasse abladen. Leider geht es nicht ganz so schnell, wie erhofft, es ist gerade mal 1 (In Worten: ein) Mann dabei, die 17.000 Kartons aus dem 40″er zu buckeln. Seit 8.00 h ist er zugange und hat schon ganze 3 m geschafft. Nach Adam Riese und wenn sein Tempo nicht nachlässt in der Affenhitze, ist er dann wohl gegen 16.00 h fertig..

Die Schicht ist also fürn Popo, um das mal vornehm auszudrücken. Geplant war Abwurf in Kornwestheim, Aufnahme in Stuttgart und heute noch zurückladen für Hamburg. Noja, ne Nacht in Stuttgart ist doch auch schön..

Ich muß eh langsamer treten, meine Doppelwoche ist schon bei 74 Stunden angekommen, sonst droht mir Freitag noch nen Bürotag 😉

Update: Um 13.45 h war er dann fertig, eine Stunde später hab ich die Dose in Kornwestheim der Deutschen Bahn übergeben und jetzt gerade einen leeren Container aufgenommen. Laden wird dann erst morgen früh was, Alba hat um 16.00 h dicht gemacht. Nun stehe ich im Schatten im Stuttgarter Hafen und versuche, das Fahrerhaus runter zu kühlen. Thermometer zeigt 35°C im Schatten, ich werde wohl den Motor die ganze Nacht laufen lassen..

Betriebsbremse

Da zieht man mit voller Ausladung dröhnend mit 65 km/h einen 6%er hoch und die Saftschubse hinter einem wittert Morgenluft. Vorbeigezogen ist er wie ein Großer, nur um dann bergab bei 82 km/h in Ohnmacht zu fallen. Wenigstens ist hier der Name Programm..

Natürlich ist da LKW-Überholverbot, was für eine Frage..

Schadenfreude ist die schönste Freude

via: Marketing-Guide

Erkenntnisse I

Schokokekse, bei diesem Wetter im oberen Staufach aufbewahrt, ergeben einen großen, schwer eßbaren Schokokeksklumpen..

Endlich..

Es hat ein wenig gewittert und es zieht ein kühler Hauch durch die geöffneten Seitenfenster. Bald kann ich dann auch hoffentlich schlafen..

Weiße Fahne..

..von der Klimaanlage. 39° C und diese Schwüle sind zuviel, da schafft es die Klima nicht mehr, das Fahrerhaus angenehm zu temperieren.
Aber ein Ende ist wohl in Sicht, hier in Mellendorf wird es finster am Horizont und die Windböen machen mir leer ein wenig zu schaffen. Ich stehe gerade meine 1 Stunde Pause ab, um noch eine 10. anzuhängen und morgen früh dann in Wolfenbüttel zu stehen. Folgeauftrag ist auch schon da, ich tausche morgen in Hamburg durch und fahre dann nach Stuttgart zum Laden.
Das wird wieder reichlich anstrengend, weil an Schlaf bei diesen Temperaturen nicht zu denken ist..

Begegnung der dritten Art

Die Straßen wurden immer enger, kaum breiter als unser LKW, als wir gestern dann von der A3 abgebogen waren. Ungläubiger Blick aufs Navi, noch 30 km und nur noch Treckerwege dritter Ordnung. Die Straße, die auf unseren Lieferpapieren stand, entpuppte sich als durchnummerierter Ort, von der Abladestelle nichts zu sehen. Also Warnblinker an und zum Telefon gegriffen, wir hatten uns ja bereits nachmittags für 21.00 angekündigt und eben um diese Zeit nochmal mit dem Kunden telefoniert, weil wir etwas länger brauchten. Kein Netz. Weder D1 noch D2 oder Eplus. Ratlos standen wir da und blockierten die „Hauptstraße“. Von hinten kam jemand angelaufen. „Da vorne links und dann den nächsten Feldweg oben auf der Kuppe links rein bis zur Windmühle“, hieß es.
Wir schafften es gerade eben so, links abzubiegen, ohne 50m Dachrinne einzusammeln und fuhren auf einem noch engeren Weg einen steilen Hügel hoch. Rechts ein Gehöft, links ein Feldweg mit deutlichen Fahrspuren, da sind wir dann rein, eine Kuppe und 2 Kurven später sahen wir dann die Solaranlage und fanden zu unserer Freude auch einen großen Platz zum Wenden am Fuße des Windkraftwerks vor.

Abgeladen war dann in knapp 30 Minuten und wir drückten uns rückwärts in das Ende des Feldweges um unsere Nachtruhe zu machen. Still wars und heiß. Fenster auf konnte man vergessen, dann hätten die Stechmücken uns wohl weggetragen. Die Arbeiter zogen sich in den wohlverdienten Feierabend zurück, nur ein einsamer Wachmann und wir standen da mitten im Nichts.

Dann plötzlich ein helles Licht, das dumpf brummelnd immer näher kam. Es verschwand kurz, tauchte wieder über den Bäumen auf und das Brummeln wurde immer lauter. Es schwenkte einmal nach rechts und wieder nach links und plötzlich geblendet schlossen wir die Augen, während Sven seinen LKW einmal um den Platz drehte und dann auf den versprochenen Kaffee herüber kam 🙂

Aus dem Kaffee wurden dann ein paar Stunden Plausch und gegen 2.00 h waren wir dann endlich in der Koje. Heute morgen hatte ich dann leichte Probleme, meinen Kollegen aus der Koje zu bekommen. Ich habe die erste Schicht gefahren, während er rumgemuffelt und noch ein wenig geschlafen hat. In Northeim haben wir dann gewechselt, so daß ich jetzt diesen Beitrag schreiben kann 😉

And the winner is…

..me. Ob das nu aber so ein Gewinn ist, wage ich mal zu bezweifeln. Ich war noch gar nicht ganz an der Abladestelle, da hat man mir eine Hauruck-Tour nach Norditalien in die Gegend zwischen Würzburg und Nürnberg aufs Auge gedrückt. Dringende Terminware, der Kunde wartet auf die Ladung. Schon klar, sonst werden die Solarmodule noch schlecht..
Ich bekomme einen 2. Mann mit, der zieht mir die Dose entgegen, hab mich dann mit ihm auf Schwarmstedt als Treffpunkt geeinigt und bin über die A 27 quer gezogen. In Schwarmstedt angekommen schnell unter die Dusche gehuscht, ziemlich sinnlos bei Temperaturen jenseits der 35°, die Dusche war umsonst als ich beim Trecker angekommen bin.
Nun steht der Kollege kurz hinter Hamburg im Stau und ich warte hier in der brütenden Hitze auf ihn. 4 Stunden Fahrtzeit habe ich noch, er auch noch eine halbe Schicht, der Kunde hat versprochen, uns heute Nacht abzuladen, damit wir schnell wieder zurück sind. Ich habe gottseidank eine Ausweichstreckenkarte dabei, die Strecke ist auch nur halb so schlimm zu fahren und da wir im Kombinierten Verkehr laufen, habe ich auch keinerlei Hemmungen, mich 150 km vor Hamburg zwischen die Reiselustigen zu drücken.
Ich lasse mich mal überraschen, wie das abläuft, der Reiseverkehr ist schon deutlich zu merken und alle wollen nach Süden, vielleicht sind ja morgen die Straßen in Richtung Norden wenigstens einigermaßen frei..

Wenn der Groschen fällt..

Kurzer Wortwechsel auf einem Rastplatz an der A1. Vor mir an der Kasse ein knatteriger Urlauber mit seinem Bumscontainer Wohnwagen am schimpfen auf die LKW.
„Das geht ja gar nicht voran, alles verstopft durch Laster, die Scheisse gehört auf die Bahn!“ Beifallheischend schaute er sich unter den Umstehenden um. Ich sah ihn an und fragte: „Und warum fährst Du nicht mit der Bahn in den Urlaub?“
„Zu teuer und zu unflexibel..“, kam als Antwort und noch bevor er das richtig ausgesprochen hatte, konnte man ihm ansehen, daß der Groschen gefallen war.
Wir quatschten noch ein wenig über Sicherheitsabstände und Tempo auf der Autobahn und dann ging jeder seines Weges..