Archiv der Kategorie 'Linux'

Telekom Hybrid und SSH

Ich hab ja nun diesen tollen Internet-Verschnellerungsturbo namens Hybrid von der Telekom. Leider konnte ich damit nicht mehr per SSH auf meine Server zugreifen, der Client blieb in der Konsole einfach stehen. Angeblich soll das mit dem nächsten Frmwareupdate behoben sein, aber zumindest gibt es einen Workaround.

Ein einfaches IPQoS=0x00 in der ersten Zeile der /$home/.ssh/config  schafft da Abhilfe. Es sorgt dafür, dass bei SSH-Paketen die Type-Of-Service-Bits im Header unterdrückt werden..

Für die Konsole lautet die Option „-o IPQoS=0x00“

Böse Hackertools im Einsatz

Ich habe mir einen „Internetverschnellerungsturbo“ von der Telekom gegönnt und somit auch einen neuen Router zugeschickt bekommen. Nachdem ich nun einen halben Tag lang die ganze Bude auf den Kopf gestellt und vergeblich meine Zugangsdaten gesucht habe, stand fest, dass ich die aus der Fritzbox rausbekommen musste, ansonsten ab nächste Woche weder Telefon, noch Internet. Die Fritzbox zeigt alle benötigten Zugangsdaten im Klartext an, nur das „Persönliche Kennwort“ wird durch **** ersetzt.

Telnet auf die Box geht nicht, da hängt kein analoges Telefon dran und der Port ist aus. Gottseidank liefert aber die Fritzbox alle benötigten Werkzeuge bereits mit 😉 ..

  • Auf die Fritzbox connecten und anmelden.
  • http://fritz.box/cgi-bin/webcm?getpage=../html/capture.html aufrufen
  • Schnittstelle 0 (‚internet‘) -> Start drücken.
  • In einem anderen Tab die Box neu verbinden lassen.
  • Nach der Neuverbindung Schnittstelle 0 (‚internet‘) -> Stop drücken.
  • Das Capturefile in Wireshark werfen.
  • Nach der Neuverbindung suchen.
  • Passwort im Klartext aus der PAP-Übergabe herausfischen.

Zur Kontrolle des persönlichen Kennworts kann man sich einmal im Kundencenter der Telekom mit Zugangskennung und persönlichem Kennwort einloggen.

Jetzt steht dem Routerwechsel nichts mehr im Wege..

Dropbox startet nicht

Wollte gerade mal meine Dropbox leeren und stellte fest, dass der Daemon unter Ubuntu nicht mehr starten wollte. Prozessorlast stieg, Prozess war aber irgendwie nicht produktiv. Die Lösung ist trivial:

 

rm -r ~/.dropbox-dist/
dropbox start -i

 

Und alles ist wieder gut.. Irgendwo gab es wohl ein Problem bei der Aktualisierung..*schulterzuck*

Galaxy S3 unter Ubuntu mounten

Dummerweise wird das S3 nicht als USB-Blockdevice eingehangen, sondern spricht per MTP (Media Transfer Protocol) mit dem angeschlossenen Rechner, bzw. per PTP (Picture Transfer Protocol), wenn man es als Kamera anhängt.

Windows-Benutzer können ja prima mit KIES arbeiten, dieser Weg bleibt nativem Linux verschlossen, nur der furchtbar umständliche Umweg über eine Emulation mit Wine ist bedingt möglich.

Hat man gphoto2 installiert, versucht Ubuntu, eine Verbindung per gvfs (Gnome Virtual File System) aufzubauen, was nur sehr unzuverlässig und vor allem langsam funktioniert.

Abhilfe schafft hier, Ubuntu das MTPfs zu implantieren. Freundlicherweise hat Alin Andrei ein passendes Paket gebaut und auf Webupd8 ins ppa geladen, so dass die Gefahr, sich das System zu zerschiessen, minimiert wird. Go-mtpfs ist gegen libmtp 1.1.5 compiled, was nicht in den offiziellen Ubuntu-Repositories enthalten ist und das ppa enthält nur einige wenige Dateien. Der Vorteil ist, dass man es einfach aus der Repo-Liste entfernen kann, wenn es nicht klappen sollte oder es obsolet wird, weil es in die offiziellen Sources übernommen wurde.

Okay, gehen wir nun ins Eingemachte:

Zuerst hängen wir uns das ppa mal in die Repositories, updaten die Sources und installieren go-mtpfs.

sudo add-apt-repository ppa:webupd8team/unstable
sudo apt-get update
sudo apt-get install go-mtpfs

Falls jemand tatsächlich dieses unsägliche Unity benutzt, es gibt ein grafisches Interface zum Einhängen, dieses wird folgendermaßen installiert:

sudo apt-get install go-mtpfs-unity

Ohne Unity ist das Einhängen etwas umständlicher, aber man kann sich das ja durch entsprechende Shortcuts auf dem Desktop vereinfachen, wenn man möchte. Bei der Installation aus dem ppa wird ein Ordner /media/MyAndroid angelegt, in den das Gerät durch den Untity-Manager gemountet wird.

Gemountet wird mit

go-mtpfs /media/MyAndroid

Ausgehängt mit

fusermount -u /media/MyAndroid

Ganz wichtig! Das Gerät muss entsperrt sein, ansonsten bricht der Vorgang mit Fehlermeldung ab.

Thunderbird 5.0 unter Debian und Derivaten

Thunderbird 5.0 ist zwar noch Beta, läuft hier aber wunderbar stabil und unterscheidet sich rein optisch nicht wesentlich von Version 3.x.

Um unter Debian/Ubuntu auf die Beta umzusteigen, muss folgendes in eine shell eingegeben werden:

sudo add-apt-repository ppa:mozillateam/thunderbird-next
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get install thunderbird

Schon hat man den Versionssprung gemacht. Die Version 4 wurde übersprungen, um den Enduser nicht zu verwirren und eine Konsistenz in die Nummerierung zu bringen. Firefox und Thunderbird basieren eh auf der gleichen Maschine (Gecko) und in Zukunft sollen die Versionsnummern parallel laufen. Ebenso wird es regelmäßige Updates und Securityfixes geben, hieß es von Seiten der Mozilla-Foundation.

Facebook-Status über IRC updaten

Diese Anleitung habe ich von Will Elliot „geliehen“ und nur ins Deutsche übersetzt.

Grundgedanke ist die Vernetzung eines beliebigen IRC-Clients mit Facebook. Das das nicht direkt funktioniert, nehmen wir einen kleinen Umweg über Twitter. Selbstverständlich kann man das auch nur zum twittern nutzen, die Twitter-Clients unter Linux sind ja eigentlich alle irgendwie unausgegoren..

Ihr braucht dazu das kleine Perl-Progrämmchen tircd.
tircd benötigt noch einige Perl-Module, die eventuell bei Euch nicht installiert sind. Man kann dies nachholen, indem man als root auf der Shell folgendes eingibt:

cpan -i POE POE::Filter::IRCD Net::Twitter::Lite

Das zieht eventuell einen Haufen benötigte Module nach und dauert eine Weile..

Danach brauchen wir noch eine Facebook-Anwendung: Selective Twitter Status.
Diese installieren und Euren Twitter-Namen angeben.

tircd habe ich bei mir nach /opt/tircd/ installiert. Die config muss eventuell noch angepasst werden, ich habe mich an die Vorgaben in oben genanntem Blog gehalten und in Zeile 9 den Port auf 6668 gelegt. Die config muss nach /etc gelegt werden:

cp /opt/tircd/tircd.cfg.example /etc/tircd.cfg

Nun starten wir tircd:

/opt/tircd/tircd.pl &

Und verbinden uns mit unserem IRC-Client auf den tircd-server:

/SERVER localhost 6668 [twitter_password] oauth

Nun bekommen wir einen Link von Twitter zugesendet, den geben wir in unseren Browser und erhalten eine PIN, um den Zugriff zu autorisieren.
Diese PIN geben wir im IRC-Client ein mit:

/stats pin [PIN]

In einigen Clients (irssi zum Beispiel) muss man folgendes eingeben:

/quote stats pin [PIN]

Twitter bestätigt dann die erfolgreiche Autorisierung und wir können in den Channel #twitter joinen.

Nachrichten werden dann automatisch von Twitter über die Facebook-Anwendung als Statusmeldungen abgesetzt.

Vielen Dank an Will Elliot für die Anregung 🙂

Spielwiese

Ich möchte gern einen Tablet-PC haben. Einfach so, als Spielzeug. Ein IPad ist mir zu teuer, aber es gibt ja prima Alternativen dazu, die sogar bezahlbar sind. Mit grossem Interesse habe ich die Artikel von Gregor Fröhlich verfolgt, der einige Modelle getestet hat.
Und ich habe mir die Live-CD von Android heruntergeladen und in eine VirtualBox geworfen, um damit herumzuspielen.






Es macht Spaß, läuft sehr flüssig und ist unheimlich einfach zu bedienen. Ich werde mal meine Spesen zusammensparen und mir einen 7″ Tablet gönnen, denke ich..

Stromaufnahme Heimserver

Ich habe jetzt einige Messwerte beisammen, die ich auswerten kann. Eine kurze, vorläufige Auswertung von 500 Messwerten habe ich eben mal grafisch aufbereitet. Die endgültige Auswertung muss ich auf meinem Desktop machen, der Laptop ist eindeutig zu klein dafür 😉

Gemessen wurde mit einem Benning MM-11, erfasst mit der dazugehörigen Software. Zur Auswertung herangezogen wurden 50 Messungen/h.

Inzwischen hängt das ganze Zeugs an einem gemeinsamen Netzteil, gemessen wurde an der Sekundärseite während eines „Normalgebrauchs“, sprich: Beide Festplatten wurden per NFS auf dem Laptop und meinem Desktop eingehängt. 4 Rechner im Netz griffen auf den BIND9 zu, einige Downloads von außerhalb fanden statt und es wurden Dateien abgelegt und von dort kopiert, halt alles, was an einem normalen Tag auf dem Server so stattfinden kann.

Leider habe ich keine Vergleichswerte von der NSLU2, aber im großen und ganzen bin ich mit dem Verbrauch mehr als zufrieden, vor allem bei dem Geschwindigkeitsvorteil, den die Dockingstation gegenüber der NSLU2 bringt.

Mein neuer Heimserver..

Nachdem ja vor einiger Zeit meine Slut den Dienst quittiert hat, war ich auf der Suche nach einer Alternative und habe diese auch gefunden:

Der 20€-Server

Schnell bei Atelco in Raisdorf gehalten und so ein Dings eingepackt. Kurz nachdem ich zuhause war die Internetverbindung gekappt und schnell per SSH auf die kleine Kiste, das Auto-Update abschalten.
Dann habe ich mich an die Anleitung von Falk gehalten und das Kistchen auf Debian Lenny umgestellt. Die Slut lief bei mir ja auch „unslung“ mit einem Debian-Linux.

Hat alles wunderbar geklappt und ich muß sagen, ich bin hellauf begeistert, wie angenehm flink die Dockingstation ihren Dienst versieht.

Darauf laufen jetzt:

Noch dazu greife ich von den hier im Hause stehenden Linux- und BSD-Rechnern per NFS darauf zu. Selbstverständlich auch von meinem Medienserver unter dem Fernseher. Beide an der Station hängenden USB-Platten unterstützen Spindown, so daß der Stromverbrauch im Ruhezustand echt minimal ist.

Ich bin rundherum zufrieden und kann dieses Schmuckstück nur wärmstens weiterempfehlen.

Hier nochmal die Hardwareübersicht:

1,2 Ghz Marvell CPU
128 MB RAM
256 MB Flash (vorinstalliertes PlugOS)
1x Gigabit Ethernet
4 USB Ports (1 Mini USB als Dock)

Daran jetzt 1 2GB USB-Stick als Bootlaufwerk mit Debian Lenny und 2 USB-Platten 3,5″ als Datenhalde.

Nix gut..

Gestern machte mich ein guter Bekannter darauf aufmerksam, daß er nicht auf seinen Bouncer zugreifen könne. Da ich schlecht stand und nur GPRS hatte, hab ich das erstmal auf heute morgen verschoben. Heute dann probiert, kein SSH möglich. Also ins Kundeninterface, serielle Konsole aufgerufen, keine Verbindung zum Server möglich.
Okay, auch Linux hat mal Hänger, also reboot..
Server kommt nicht hoch..
Ins Rescue gebootet und eingeloggt, 2. Platte ließ sich nicht einhängen, also mal fsck drüber laufen lassen. Tja..wenn das mal gegangen wäre..

[ 131.919062] ata2: hard resetting link
[ 132.244193] ata2: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 310)
[ 132.280367] ata2.00: configured for UDMA/33
[ 132.288738] ata2: EH complete
[ 132.959744] ata2.00: exception Emask 0x2 SAct 0x0 SErr 0x780401 action 0x6
[ 132.973477] ata2.00: BMDMA stat 0x25
[ 132.980626] ata2: SError: { RecovData Proto 10B8B Dispar BadCRC Handshk }
[ 132.994182] ata2.00: failed command: READ DMA EXT
[ 133.003588] ata2.00: cmd 25/00:00:57:21:00/00:02:00:00:00/e0 tag 0 dma 262144 in
[ 133.003591] res 51/84:00:57:21:00/84:02:00:00:00/e0 Emask 0x12 (ATA bus error)
[ 133.034331] ata2.00: status: { DRDY ERR }
[ 133.042344] ata2.00: error: { ICRC ABRT }
[ 133.050362] ata2: hard resetting link
[ 133.376043] ata2: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 310)
[ 133.396201] ata2.00: failed to IDENTIFY (device reports invalid type, err_mask=0x0)
[ 133.411493] ata2.00: revalidation failed (errno=-22)
[ 138.388019] ata2: hard resetting link
[ 138.712044] ata2: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 310)
[ 138.748349] ata2.00: configured for UDMA/33
[ 138.756722] ata2: EH complete
[ 139.389558] ata2.00: exception Emask 0x2 SAct 0x0 SErr 0x780401 action 0x6
[ 139.403295] ata2.00: BMDMA stat 0x25
[ 139.410444] ata2: SError: { RecovData Proto 10B8B Dispar BadCRC Handshk }
[ 139.424000] ata2.00: failed command: READ DMA EXT
[ 139.433405] ata2.00: cmd 25/00:00:57:21:00/00:02:00:00:00/e0 tag 0 dma 262144 in
[ 139.433408] res 51/84:00:57:21:00/84:02:00:00:00/e0 Emask 0x12 (ATA bus error)
[ 139.464147] ata2.00: status: { DRDY ERR }
[ 139.472159] ata2.00: error: { ICRC ABRT }
[ 139.480179] ata2: hard resetting link
[ 139.804043] ata2: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 310)
[ 139.824203] ata2.00: model number mismatch ‚ST380817AS‘ != ‚i���!8�v-�~k#����_�hZ��*�H�r��f���C���‘
[ 139.842611] ata2.00: revalidation failed (errno=-19)
[ 144.816068] ata2: hard resetting link
[ 145.140046] ata2: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 310)
[ 145.176365] ata2.00: configured for UDMA/33
[ 145.184741] ata2: EH complete
[ 145.851858] ata2.00: exception Emask 0x2 SAct 0x0 SErr 0x780401 action 0x6
[ 145.865595] ata2.00: BMDMA stat 0x25
[ 145.872744] ata2: SError: { RecovData Proto 10B8B Dispar BadCRC Handshk }

Das sieht nicht wirklich gut aus. Ich hab dann mal ne Supportanfrage gestartet, den Besitzer des Servers informiert und werde wohl dann das kommende Wochenende neu aufsetzen dürfen :(