Plakat-Aktionen, die Schule machen sollten..

Neulich in Belgien aufgenommen. Ich bitte, die schlechte Qualität zu entschuldigen, mein Handy ist nicht wirklich für solche Aufnahmen geeignet.


Der Text lautet

Trucks, gewoon groter

und untendrunter, leider nicht mehr lesbar,

Gev ze wat ruimte

oder so ähnlich. Ich würde das mal mit

LKW, gewöhnlich größer, gebt ihnen etwas Platz

übersetzen. In Deutschland fühlt man sich immer irgendwie als Hindernis, auch wenn sich Gespannfahrer fürs Aufblenden beim Überholen bedanken und auch so mancher, dem man mit Blinker rechts angezeigt hat, daß die Straße frei ist zum Überholen, sich mit Blinker links, Blinker rechts bedankt. Die Deutschen PKW-Fahrer geben einem eigentlich immer das Gefühl, einfach nur ein großes Ärgernis zu sein. Im europäischen Ausland hatte ich noch nie das Gefühl. Vielleicht liegt es an solchen Plakataktionen? Hier ist imho noch niemand auf die Idee gekommen, mal eine Pro-LKW-Aktion durchzuführen.

Frauen behaupten, Männer würden angeblich den ganzen Tag lügen. Es ist bekannt, daß die wenigsten Männer Heilige sind, aber wir haben weißgott besseres zu tun, als uns den ganzen Tag Lügen auszudenken, um arme, unschuldige Frauen damit zu quälen.
Deswegen habe ich die wichtigsten Lügen, die uns von den Frauen täglich erzählt werden, hier aufgelistet. Sie sind nicht in einer besonderen Reihenfolge geordnet und enthalten in den meisten Fällen auch eine Übersetzung.
Bevor wir zu den Lügen übergehen müssen wir einige Dinge über das, was Frauen über Männer behaupten, klarstellen. Das ist wichtig, um zu verstehen wie Frauen über Männer denken und zeigt ihre Lügen im richtigen Licht.
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Spanien

So, heute gibts die versprochenen Bilder endlich nachgeliefert.
Aus Irun habe ich leider keine, hätte sich aber auch nicht wirklich gelohnt, ich habe da mitten in der Nacht einen Pappkarton abgeladen und mich dann direkt auf den Weg nach Barcelona gemacht. Es ging über Zaragoza einmal über die Autopista del Nordeste, inkl. Passage des Nullmeridian.


Das Ding ist schon 3 km vorab angekündigt und ein wenig unspektakulär, wenn man drunter durchfährt. Nachts ist der Bogen zumindest beleuchtet, aber meine Handycam macht da keine ordentlichen Bilder während der Fahrt.
Pamplona, das ist da, wo die Bekloppten sich von Stieren durch die Straßen jagen lassen. Deswegen wohl auch die Statue oben auf dem Bergkamm..

Es geht die ganze Zeit durch eine atemberaubende Landschaft, nur ab und zu einmal durch eine Stadt unterbrochen. Zeitweise habe ich mir einen Beifahrer zum fotografieren gewünscht, es mangelte eindeutig an Orten, wo man stehenbleiben und einfach nur gucken konnte.
Das Land ist überwiegend sehr rauh und wild, steinig auf jeden Fall, Landmaschinenschlosser muss ein gefragter Beruf sein, wenn man sich dort die Äcker so ansieht.

Egal, in welche Richtung man blickt, es sind immer Berge zu sehen.


Auf meiner Tour musste ich abseits der grossen Autobahnen rund um Barcelona ein Stück ins Land hinein zum Laden. Die Strassen wurden schnell steiler und immer enger.

Diese Stelle ist nicht nur so belebt, weil da ein Imbiss an der Seite liegt, sondern auch, weil es die einzige Wendemöglichkeit für die nächsten 6 km ist, wie ich später zu meinem Leidwesen feststellen musste..

Barcelona dann wiederum ist für uns Nordeuropäer die Hölle..Zumindest deren Vorhof.. Auf dem Ring muß man auch mit dem LKW immer auf der 3. oder 4. Spur fahren, die beiden rechten sind zum Einfädeln für die Ausfahrten gedacht.

In den Kreisverkehren geht es selbstverständlich ebenfalls 3-4spurig zu und es ist angeraten, ganz nach innen und dann plötzlich wieder rauszufahren, wobei man mit dem Sattelzug tunlichst alle Spuren blockieren sollte, sonst steht man in 3 Tagen noch an der Einfahrt zum Kreisel 😉
Ich könnte noch stundenlang herumschwadronieren, aber ich denke, die Bilder sprechen für sich. Ein klick auf die Fotos hier führt wie immer zur Galerie..

Hola

Bin wieder zurück von meiner Spanien-Tour. Die Bilder muss ich noch aufbereiten, kommen die Tage online.
War eine sehr schöne Tour, die Landschaft ist atemberaubend dort.
Mehr dazu im nächsten Eintrag..

Frongraisch, Frongraisch..

Bin wieder zuhause 🙂 Frankreich war wunderbar, aber nach 3 Tagen Knoten in der Zunge tut es wirklich gut, mal wieder harsches Deutsch zu sprechen. War ganz runter in die Rhône-Alpes. Steil, schön und nachts war es Dunkel wie im Arsch eines Bären. Weiß der Henker, warum die Franzosen ihre „Usines“ immer in die engste Klamm bauen müssen.

Rhône-Alpes

Rhône-Alpes


Die Bauwerke dort sind wirklich imposant, Brücken wechseln sich mit schier endlosen Tunnels ab, muß man neidlos anerkennen. Steigungen von 4-6% sind das höchste der Gefühle auf den Autobahnen, da wird halt solange Erde bewegt, bis es paßt. In den Tälern abseits der Route Nationale oder Autoroute sieht es dann ganz anders aus.. Serpentinen bis zum abwinken, Steigungen bis 15% sind keine Seltenheit und enge Straßen der Normalfall. Teilweise brauchte ich beide Spuren für den Sattelzug in den Kurven, konnte aber nicht weiter als 3-4 m um die Kurve sehen. Da wird einem schon mulmig..
Rhône-Alpes

Rhône-Alpes


Auf den Autobahnen zu fahren in Frankreich ist eine wahre Freude. Die größenteils mautpflichtigen Straßen werden von den Franzosen gemieden und sind schön frei. Staus werden rechtzeitig angekündigt, sowohl im Autobahnbetreibereigenen Radiosender als auch per Anzeigetafel. Die Franzosen behandeln LKW mit Respekt und der gleiche Respekt wird auch den PKW gegenüber gezeigt. Alles in allem ein freundliches und entspanntes Klima.
Ganz anders dagegen in den Städten. Grauenvoll.. Da wird im Kreisverkehr schnell durch den rechten toten Winkel geflitzt und noch viele andere Sachen. So viele Augen und Ohren kann man gar nicht haben, um da alles um sich herum mitzubekommen.
Noja, ich habs ja überstanden. Bilder aus den Vogesen habe ich keine gemacht, das Wetter war einfach zu schlecht und ich musste mich zu sehr aufs Fahren konzentrieren. Nächste Woche gehts dann nach Spanien.. Man kommt ja rum in meiner neuen Firma..
Ach ja..ein Klick auf die Bilder führt wie immer zur Galerie..

Nachgereicht: Der neue Trekker

Hier isser nu, der neue Trekker. Häßlich wie die Nacht, aber feines Fahren damit.


Hier noch ein paar technische Daten:

  • Motor: flüssigkeitsgekühlter 6-Zylinder-Reihen-Viertakt-Dieselmotor mit Abgasturbolader und Ladeluftkühlung; elektronisch geregelte Hochdruck-Direkteinspritzung
    über Pumpe-Düse-Elemente-System pro Zylinder; Vierventiltechnik (je zwei Ein- und Außlassventile pro Zylinder); Bohrung/Hub: 131/150 mm
  • Leistung: 480 PS (353 kW) bei 1.800/min; maximales Drehmoment: 2.240 Nm bei 1.050 bis 1.300/min, mit Optifuel-Funktion 2.450 Nm bei 1.050 bis 1.450/min im 12. Gang
  • Hubraum: 12997 cm³
  • Getriebe: Optidriver II Automatik, 12 Gänge.
  • Achsen: Achsenzahl – 2, Achsformel – 4×2
  • Bremsen: 2-Kreis-Druckluft-Betriebsbremsanlage mit druckluftbetätigten Scheibenbremsen rundum sowie EBS (elektronisches Betriebsbremssystem) mit integrierter Koppelkraftregelung, ABS- und ASR-Funktion sowie Rollsperre; Stauklappen-Motorbremse Optibrake mit zusätzlicher Dekompressionsstufe: Leistung: 408 PS (300 kW) bei 2.300/min
  • Tank: 2St, Gesamtkapazität – 1000l (300l, 700l).
  • Verbrauch: Ø 28,5 l/100 km

Heute mußte ich 2mal mitten durch Hamburg, da lernt man die Automatik echt zu schätzen. Normalerweise würde einem nach 20km das linke Knie quietschen, weil man an jeder Ampel halten muss 😉

Kreuzfahrtschiff mit Autodeck

Die „Color Magic“ als Fähre zu bezeichnen wäre nicht richtig, es ist definitiv ein Luxusliner allererster Klasse, der zufällig auch ein Autodeck hat.
Am Samstag habe ich in Oslo mit dem LKW eingecheckt.


Die Kabine war purer Luxus, verglichen mit den anderen Schiffen auf denen ich schon gefahren bin.

15 Stockwerke hat der Dampfer, die 3 unteren sind als Autodecks ausgelegt. Die Kabinen erreicht man mit dem Aufzug über Deck 7, dort liegt auch der Mittelpunkt des Bordlebens.
Vom Casino über einen Pub, eine Pizzeria, eine Bar, Shops, einen Supermarkt bis zu einem Gourmet-Restaurant mit Panoramablick vom Heck ist dort alles vorhanden.

Die Überfahrt war also kurzweilig, es gab Live-Musik von Jazz über Blues bis zu Klassik, 2 Shows in der Showlounge, die ich mir allerdings nicht angesehen habe.
Essen und Getränke mußte ich nicht bezahlen, als Fahrer bekam man ein Couponheft beim Einchecken. Ich konnte frei wählen, wo und was ich essen möchte. Gestern Nachmittag war ich in der Pizzeria und habe mir eine Meeresfrüchte-Pizza gegönnt, auf das Abendessen habe ich dann wetterbedingt verzichtet.

Die Überfahrt war etwas rauh, gestern abend fing es an zu stürmen, kurz nachdem die „Color Magic“ den Fjord verlassen hatte. Die Wellen schlugen unheimlich laut gegen den Rumpf und die Gischt spritzte bis zum Deck 8 hoch. Ich bin seefest, aber auch mein Magen wollte nicht mehr so richtig.

Das Schiff hat trotz seiner Größe und der Stabilisatoren ordentlich gerollt und viele der angetrunkenen Norweger haben offensichtlich Magenprobleme gehabt, wie der morgendliche Blick auf die geleerten Kotztütenstapel offenbarte 😉
Mehr Bilder gibt es hier.
Ein kleines Handyvideo habe ich auch gedreht, solange es noch hell war. Der Sturm war da aber noch nicht ganz so wild.

Ein Dixie mit 480 PS..

Nach einigen Differenzen mit meiner alten Firma habe ich den LKW in Kolding abgestellt und den Schlüssel abgegeben. 5 Wochenden nacheinander versaut und dann sollte ich am Sonntag auf Fyn in der Nähe von Svendborg lade. Das gab den Ausschlag.
Am Sonntag nun bin ich das erste Mal für meine neue Firma rausgefahren. Gewöhnungsbedürftig ist vor allem der Renault Magnum. Die Hütte ist sehr schaukelig aufgehängt und man hat absolut kein „Po-Gefühl“ für den Auflieger, dementsprechen langsam fährt man durch die Kurven. Dafür hat der Trekker 480 PS und Automatik, das ist schon was Feines 😉
Stauraum ist allerdings Mangelware, die Fächer sind klein, das meiste Gelumpe muss unter der Liege untergebracht werden. Nunja, durch den MAN TGA XXL ist man etwas verwöhnt, die Kabine setzt da echt Maßstäbe.
„Ich und mein Magnum – Wir können Euch Geschichten erzählen..“ sagte der Mann mit den dreckigen Händen und setze sich an den Tresen.. Die aussenliegenden Handläufe für den seitlichen Einstieg sind leider wirklich dauernd dreckig..
Die Fahrgeräusche Innen halten sich in Grenzen, die Kabine überträgt sehr wenig vom Motorgrummeln. Allerdings ist das Ding echt grottenhäßlich, von Liebe auf den ersten Blick kann da wohl keiner sprechen 😉
Der Renault ist kein Bergsteiger, auch zum Überholen nicht wirklich geeignet, wenn man einen norwegischen Trailer voll Holz hintendran hat. Laut Frachtbrief waren es 23t, so wie die Maschine am Berg abgefallen ist, würde ich mal sagen, das war schöngerechnet.
Gestern war ich zum Abladen in Burgdorf in der Schweiz. Nettes Land, nette Leute. Angeblich haben die ja Holzschuhverbot, weil sie sonst anwurzeln würden. Der Staplerfahrer dort war dann wohl auf Speed 😉
Heute morgen habe ich in Schopfheim die ersten 6,5 Ldm geholt und jetzt warte ich auf Anschlußladung für den Rest.

Flexibler Kantenschutz

Den Kantenschutz/Kantengleiter für Zurrgurte kennt wohl jeder Kraftfahrer. Jetzt hat die Firma MaroTech einen flexiblen Kantenschutz entwickelt, der auch Ladegut ohne rechte Winkel schützt, bzw. die Zurrgurte vor scharfen Kanten.
Die Vorteile liegen hier klar auf der Hand, die rechtwinkligen Dinger waren nicht immer wirklich geeignet. Die Platten sind mit Langlöchern zur Durchfädelung des Zurrgurtes versehen und in Ausführungen von 40° bis 90° Shore A erhältlich. Damit sollte eigentlich jeder Bereich im Transportwesen abgedeckt sein.
Bleibt nur die Frage des Preises, ob sich das in den Speditionen durchsetzen wird.

Disposition, oder wie man richtig mit grossen Autos spielt..

Ich hab mal wieder eine schöne Neumöbel-Tour diese Woche. Gestartet Montag in Farvang bei Tvilum in Richtung Bremen. Erste Nacht noch in Padborg verbracht, dann am Dienstag morgen durch den üblichen Hamburg-Stau gekämpft. Erster Kunde in Spaden, das liegt Richtung Bremerhaven gegenüber von den Überseehäfen. Dann noch ein Kunde in Bremerhaven direkt und durch den Wesertunnel nach Wilhelmshafen rüber. Alles relativ staufrei geschafft, nur die Wartezeit in Wilhelmshafen ließ das Ganze ein wenig eng werden.
Vor mir ein Pole mit Polstermöbeln, Motorwagen und Anhänger abladen. In der Zeit hab ich dann was gegessen und ein wenig in der ct‘ gelesen. Als der Pole abrückt, starte ich den Motor und wende auf dem Nebengrundstück, um an die Luke zu kommen. Gottseidank musste ich noch nach hinten, die Türen öffnen, hatte sich doch eine fußfaule Mutti mit ihrem Kleintransporter hinter mich gedrängelt, als der Zug eingeknickt war.
Sie hatte beschlossen, daß das der ideale Parkplatz wäre und ist mit ihrer Baggage einen Bummel durchs Möbelhaus machen gewesen.. 45 Minuten lang..ich hätte im Stehen Kotzen können..
Schlechtes Gewissen hatte sie auch nicht, woher solle sie denn wissen, daß das die Warenannahme sei und sie würde immer dort parken. Steht ja auch nicht groß oben am Gebäude..
Nunja, abgeladen und dann wieder auf die Bahn, nächster Halt Posthausen. Das liegt im Norden von Bremen? Richtig! Stau war nur mittelmäßig, bin nur 2h nach Annahmeschluss da angekommen.
Ich hab also beim Dodenhof übernachtet und mich heute morgen um 6.30 als erster angemeldet. Ich sei nicht avisiert, bekam ich zu hören. Mein Hinweis auf die Avisierung gestern um 15.00 wurde mit einem „Wir sind voll, Sie müssen warten, bis wir sie zwischenschieben können“ abgeschmettert.
Langer Rede kurzer Sinn, um 12.00 kam ich dann an eine Luke. Der Laden hat 120 Luken und an ganzen 3(!) davon wird abgefertigt.
Kein „Guten Tag“, kein freundliches Nicken, Hubwagen wurde mir hingeschubst..“Kannst anfangen, da hin“. Die Paletten sind gestapelt, 2 übereinander sind so hoch, daß sie nicht durch die Luke passen. Ich habe also die Paletten ans Heck geschoben, der schrullige TypLagerarbeiter hat seine E-Meise genommen und die obere angehoben, dann hab ich die untere zurückgezogen und er ist mit der oberen zu seinem Tisch.
Tja..und da stand ich dann, hinter der Palette im Auflieger, wärend er die Lieferscheine abhakte und in aller Seelenruhe die Komissionen zusammenstellte. Das ganze 8 mal, weil ja 8 Paletten.
Kurz vor 14.00 konnte ich dann weiter.
Von Posthausen gings nach Delmenhorst zu Roller. Da hatte ich 1:20 Wartezeit, bis die Jungs nörgelnd ihre Ware annahmen. Ein echter Lichtblick war dann Buss in Oldenburg. Da bin ich immer gerne, die sind freundlich und hilfsbereit. In 20 Minuten war da alles gegessen und jetzt stehe ich in Wiesmoor bei der anderen Buss-Filiale und lade da morgen früh ab.
Wer sich die Mühe macht, diese Tour mal auf der Karte nachzuverfolgen, wird sicherlich zu dem gleichen Schluß kommen wie ich. Man hätte ungefähr 30% der gefahrenen Kilometer bei anderer Reihenfolge locker sparen können..