So eine Woche habe ich lange nicht mehr erlebt und die ist ja noch nicht zuende. Vorgestern kam eine Büchse nicht aus dem Zoll, ich habe dann gestern morgens um 4.30 h mit einem Kollegen umgesattelt, der mir ein Leerchassis gebracht hat. Dann ab ins Eurogate, einen 20″ für Kiel rausholen. In Waltershof wollte der Zoll unbedingt eine Warenprobe sehen. Niedlicherweise muß man da unterschreiben, wenn man den Container öffnen will, aber nicht wegen eventueller zollrechtlicher Dinge, sondern weil der Inhalt des Containers schadstoffbelastet sein könnte. Als Kraftfahrer atmet man ja nicht eh den ganzen Tag irgenwelchen Dreck und krebserzeugende Benzoldämpfe ein..
Nunja, ich hab die Büchse also geknackt und stand vor einem Stapel Kartons, so groß wie ich und sauschwer, darin Schlauchboote aus China. Selbstverständlich bin ich nicht da hochgeturnt und hab auch nicht versucht, einen da raus zu bekommen.
Der Zollhof ist eine geschlossene Eisfläche, da hat sich das rumspielen mit Leitern auch schnell von selbst erledigt. Um 8.00 h hatte die Büchse Termin in Kiel, kurz nach 11 war dann das Packteam da und hat einen Karton da raus gepult. Eben vor 12 war dieser wieder drin und ich konnte den Zollhof verlassen. Da der Termin ja nun geplatzt war, hab ich den Container bei Seiler abgestellt, bzw. es versucht. In ganz Hamburg ist nichts außer den Hauptstrassen geräumt, ich habe über 45 Minuten hilflos rumgerangelt, um das Chassis da rein zu bekommen.
Neues Chassis, neue Büchse. Ab nach Brunsbüttel zum Laden und auch gleich wieder zurück. Brunsbüttel war klasse, der Platz dort war wie aus dem Ei gepellt. Endlich mal rangieren ohne sich fest zu fahren. Auf der Rücktour fing es an zu schneien. Telefon, mein Disponent dran, ich soll erst morgen, also heute früh, einwerfen, am Eurogate dauert das 3 h und ich hatte nicht mehr genug Schichtzeit.
Heute morgen dann um 4.00 h aufgestanden, Kaffee aufgesetzt und rüber zum Eurogate. Fuhre 1 herrschte gähnende Leere, aber der Parkplatz brechend voll und im Terminal etwa 60-65 Fahrer. Systemausfall..
Also zurück zum Trecker, Kaffee eingekippt und meinen Disponenten aus dem Bett geworfen, um ihm zu erzählen, daß der 8.00 h-Termin in Kiel schon wieder platzt.
Eben nach 8.00 h war ich die Büchse dann endlich los. Wieder rüber zu Seiler, das Leerchassis dort abgestellt, den 20″ für Kiel aufgenommen und losgebraten über die A1, weil die A7 schon komplett dicht war. 30 Minuten später stand ich in einer Vollsperrung auf der A1, weil sich ein LKW auf der nicht geräumten Autobahn gedreht hatte.
Nun stehe ich seit kurz vor 12.00 h in Kiel bei Rix an der Rampe und lasse abladen. Die letzten 3 Tage habe ich irgendwas um die 300 km auf die Uhr bekommen..
Die Straßen sind immer noch in einem grausamen Zustand und es ist auch keine Besserung in Sicht. Die Streufahrzeuge sind offensichtlich so überlastet, daß sie schon beim Streuen ausbrennen, wie ich auf der A1 am Kreuz Bargetheide sehen musste.
Zurück fahre ich über die A7, schnell nochmal volltanken, den Container durchtauschen und dann in Richtung Berlin..
Ich lasse mich mal überraschen, ob die Woche so weiter läuft..
Gut ist..
..wenn man abends eine ruhige Ecke in einem Gewerbegebiet zum Parken findet. Extra noch 2mal vor und zurück gefahren, weil alles verharscht und eine Spur gemacht, um morgens da wieder weg zu kommen.
Schlecht ist, wenn man dann um 4.00 aufsteht und festsitzt. Noch schlechter ist, wenn man weder Sand, Salz, noch eine Schaufel hat, um sich zu befreien. Gut ist, wenn vom nebenliegenden Betriebshof jemand kommt und eine Schaufel anbietet. Schlecht ist, auf nüchternen Magen und mit einem halben Kaffee im Bauch eine 10cm dicke Eisdecke zu zerhacken. Gut ist, einen ganzen Meter zurückstoßen zu können. Schlecht ist, dann wieder festzusitzen. Gut ist, wenn der Nachbar mit einem 7,5-Tonner und einem Tampen zur Hilfe eilt, weil man ihn mit dem Motorengebrülle aus dem Bett geworfen hat. Schlecht ist, wenn der Tampen zu morsch ist, um 40 t anzuziehen. Gut ist, wenn der Nachbar einen Zentner Salz aus seiner Fischbude holt und die Räder freistreut, bis man wieder Strasse unter den Achsen hat. Schlecht ist, wenn man durch diesen Mist 2 Stunden verloren hat.
Offensichtlich waren die Reifen zu warm, so daß sich der Zug in die Eisdecke eingeschmolzen hat. Ich bin also wie ein Wilder zum CTA geknistert, nachdem ich die Schaufel zurückgebracht habe, hab den Container eingecheckt, ab in die Box, den 40″ runter, umbauen auf 20″, den rauf und ab die Post nach Celle.
Termin war eh erst um 10.00, ich war um 9.30 da und hatte ja so noch Zeit mitgebracht. Dummerweise kam der 8.00-Container zu spät, so daß ich jetzt um die Ecke in einem Gewerbegebiet stehe und auf das Telefon warte, um rüber zu fahren.
Ich hasse es, wenn der Tag so beginnt..
Update
Es ging genau so weiter, wie es anfing. Völlig vereistes Gelände, rückwärts über 100° Winkel in eine Halleneinfahrt. Da half nur brutale Gewalt, viel Schwung und dabei beten, daß man nicht teuer irgendwo hängenbleibt. Raus gehts im 120° Winkel über blankes Eis auf die gleiche Art.. Drückt mir die Daumen..
Hier gibts seit 2 Wochen kein Streusalz mehr, das ist deutlich zu merken..
Alle schimpfen auf den Winterdienst..
dabei tut der doch gar nichts..
Aber mal ernsthaft, die Jungs machen in den letzten Tagen einen guten Job. Heute morgen um 5.00 waren die Hauptverkehrsstrassen alle geräumt. Leider musste ich dort nicht lang. Über Treckerwege 3. Ordnung habe ich 1,5 Stunden zu meinem Auflieger gebraucht, kam allerdings nicht drunter. 40cm tief verschneit mit einer gut 5cm dicken Schicht Eis darunter, so sah der Platz in Loop aus. Nachdem ich einige Kreise gedreht hatte und mich 5mal festgefahren, habe ich auf den Staplerfahrer gewartet. Der hat dann zuerst mal den Platz freigeschoben, ich hab noch zusätzlich mit einer Schaufel eine Fahrrinne ins Eis gepickt und saß dann kurz nach 7.30 endlich unter dem Auflieger. Mit 35 ging es über spiegelglatte Strassen nach Aukrug zum Entladen.
Eigentlich war es ein mehr oder weniger kontrolliertes Schliddern, weniger ein Fahren. In Aukrug habe ich dann abgeladen und bin wieder zurück nach Loop. Nach 10 oder 11 mal festfahren war dann der Auflieger an der Rampe und ich konnte die 3 Gabelstapler von dort mitnehmen. Was ich heute an Schnee und Eis geschippt hab, geht auf keine Kuhhaut.
Nach dem Entladen habe ich eine Büchse aufgenommen und in Hamburg am CTT eingeworfen, danach noch 2 Stunden am Eurokai vergammelt und bin nun endlich auf dem Weg nach Paderborn. 20″-Container voll Dosenpfirsiche auf einem Multichassis ist aber bei dem Wetter auch nicht so das Wahre, zuwenig Last auf der Antriebsachse. Die Gardinen sind zu, ich hau mich gleich aufs Ohr, der Tag war reichlich anstrengend..
Elbe zu
Das hatten wir das letzte Mal 1997, hat man mich grad belehrt. Ich hatte auf vor 10-15 Jahren geschätzt und lag also nicht weit daneben.
Wettertechnisch war die Woche recht anstrengend, in Berlin hab ich mir am Wochenanfang auf gut Deutsch den Arsch abgefroren und es war nicht immer leicht, unter die Auflieger zu kommen. Die Katzenwäsche am Kanister fiel die Tage auch immer sehr kurz aus, schon aus Angst, mit den Händen in den Achseln fest zu frieren 😉
Heute dann endlich wieder zuhause, der Kamin bullert, es gab eine Dusche und eine warme Mahlzeit. Es sind doch wirklich die kleinen Dinge des Lebens, die immer als selbstverständlich wahrgenommen werden, über die man sich dann nach einer Woche Verzicht freut.
Ich wollte schon viel früher bloggen, allerdings gibts bei uns am Platz nur GPRS, da ist das nicht so das gelbe vom Ei. Aber auch da wird sich eine Lösung finden..
Wichtig ist nur, daß ich wieder auf der Strasse bin..
Nu is aber genug!
Supi. Daisy war ne Ente. Geschneit hats kaum, der Sturm ist inzwischen abgeflaut. Heute morgen hab ich dann zur Schippe gegriffen und einen Durchgang über den Gehweg gegraben. Eine ordentliche Schneewehe in der Auffahrt mußte ich auch beseitigen. Ich würde mal sagen, der Mist liegt im Schnitt jetzt 20 cm hoch hier. Wenn es denn mal aufhören würde. Von der Schipperei ist nicht mehr viel zu sehen..
Louise wird das jetzt auch zuviel..
Da dreht sie lieber drinnen am Rad und pfeift hier mit quietschenden Pfoten um die Ecken..
Eine Frau glücklich zu machen ist einfach…
Mann muss nur ein ..
- Freund
- Partner
- Liebhaber
- Bruder
- Vater
- Lehrer
- Erzieher
- Koch
- Mechaniker
- Monteur
- Innenarchitekt
- Stylist
- Elektriker
- Sexologe
- Gynäkologe
- Psychologe
- Psychiater
- Therapeut
sein und
- zuvorkommend
- sympathisch
- durchtrainiert
- liebevoll
- aufmerksam
- gentlemanlike
- intelligent
- einfallsreich
- kreativ
- einfühlsam
- stark
- verständnisvoll
- tolerant
- bescheiden
- ehrgeizig
- fähig
- mutig
- entschieden
- vertrauensvoll
- respektvoll
- hingebungsvoll
- leidenschaftlich
und vor allem
- zahlungsfähig
sein.
Gleichzeitig, sollte er darauf achten, dass
- er nicht eifersüchtig ist, und dennoch nicht uninteressiert
- er sich mit seiner Familie gut versteht, ihr aber nicht mehr Zeit widmet als der Frau
- er ihr Raum lässt, sich aber besorgt zeigt, wo sie war und was sie gemacht hat.
Sehr wichtig ist es:
nicht die Geburtstage, Jahrestage, Hochzeitstage, Namenstage, Ihre Tage, Datum des ersten Kusses, Geburtstag ihrer Lieblingstante, Ihres Lieblingsneffen oder ihrer Lieblingsfreundin … zu vergessen.
Leider garantiert auch die perfekte Einhaltung dieser Ratschläge kein 100%iges Glück. Sie könnte sich von einem perfekten und abgestimmten Leben eingeengt fühlen und mit dem erstbesten Schlaffi davonrennen, der ihr begegnet.
Und nun die andere Seite der Medaille:
Einen Mann glücklich zu machen ist, wie wir nun rasch erkennen werden, bei weitem nicht so leicht.
Denn der Mann braucht:
- Sex
- Essen
Die meisten Frauen sind mit diesen seinen Bedürfnissen natürlich überfordert. Was lernen wir daraus?
Harmonisches Zusammenleben ist gar nicht schwer wenn Männer endlich erkennen, dass sie ein klein wenig ihrer Ansprüche zurückschrauben müssen!
Schaut euch die Tänzerin mal an..
Dreht sie sich gegen den Uhrzeigersinn, benutzt Ihr die linke Gehirnhälfte ( zuständig für logisches Denkvermögen).
Dreht sie sich im Uhrzeigersinn, benutzt Ihr die rechte Gehirnhälfte (zuständig für Kreativität).

Gehirnhälftentest
Das ist kein Fake. Konzentriert Euch mal auf den Schatten des Fußes, dann seht Ihr den Richtungswechsel.. Oder löst eine Kopfrechenaufgabe beim Betrachten..
Praktikanten arbeiten ja kostenlos..
..oh, das war gestern. Heute bezahlen Praktikanten dafür, ein Praktikum machen zu dürfen.
Ich lese ja einige Blogs fast täglich und bin heute beim Aufholen der verpassten Einträge über einen Artikel beim INTensivling gestolpert: Hermione macht eine Ausbildung zur Rettungsassistentin und muß für ein Praktikum in einer Klinik bezahlen.
Ich musste das glatt 2mal lesen, das konnte ich beim ersten Mal nicht glauben.
Ein Bekannter von uns ist Rettungssanitäter, ich weiß, was das für ein Knochenjob ist, sowohl physisch als auch psychisch. Ich bin froh, daß es Leute gibt, die das können, ich selbst wäre gar nicht in der Lage dazu.
Der Job ist definitiv unterbezahlt und der beschissene Schichtdienst auch nicht gerade förderlich dabei. Eigentlich sollten Auszubildende mit Kusshand genommen werden, stattdessen lässt man sie für ein Praktikum bezahlen.
Wo sind wir bloß hingekommen? Praktikanten machen die Drecksarbeit, in vielen Bereichen auch selbständig und oftmals wird dafür an Fachkräften gespart. Ist ja auch viel billiger, so ein Praktikant. Und wenn er dann noch Geld mitbringt, ist es noch besser..
Wieder so ein Punkt, wo man sich für Deutschland echt fremdschämen muß..*soifz*










