Außer 3 Lachmöwen und der Putzfrau, die mich gerade komisch ansah, ist niemand vor Ort. Mich wundert das nicht, wurde mir doch gestern Morgen schon erzählt, dass ich hier heute nicht aufzuschlagen brauche, weil keiner da sein wird.
Das nächtliche Telefonat mit der Dispo und ihr anschließender Rückruf, wo ich dann mit dem Brustton der Überzeugung angewiesen wurde, doch hierher zu fahren, da wäre jemand, Hermes hätte für alles gesorgt undsoweiterundsofort, klingelt mir noch leise im Ohr.
Ich zieh denn jetzt mal den Bolzen und sattele ab. Dafür hab ich also nun so einen Kopfstand machen müssen und mir das Wochenende versaut.. Schön auch, dass die nächste Woche bis Dienstag komplett durchgeplant war, was jetzt auch alles hinten über kippt, denn wenn ich Montag hier um 10.00 leer bin kann ich schlecht um 11.20 in Bremerhaven laden..
 

Finde den Fehler ;)

Per SMS kam die Anweisung, bitte nicht mehr 0-24 Uhr in die Spesenzettel einzutragen, dass ich im Fernverkehr bin, wisse sie ja. Ich möchte doch meine tatsächlichen Arbeitszeiten da eintragen.

Mal abgesehen davon, dass das Finanzamt auch gern mal die Belege sehen möchte und dann eventuell Diskrepanzen in der Höhe der Auszahlung zu den Zeiten findet, ich schicke alle 14 Tage die Daten meiner Fahrerkarte per Mail, wozu soll ich also handschriftliche Aufzeichnungen machen, wenn das der Tacho für mich erledigt und sie alles im Blick haben?
Ich warte jetzt gespannt auf die SMS, wo sie mir das schlüssig erklärt 🙂
Die SMS ist jetzt da, nur die schlüssige Erklärung nicht. Ich soll nicht diskutieren und das einfach so machen, wie es angewiesen wird. Die denken auch, wir haben ja den ganzen Tag nix zu tun..
Nun gut.. „Wenn Dein Spesenzettel nächsten Monat immer noch so scheisse aussieht, landet der dann zufällig im Müll 🙂 :)“ war nicht die richtige Antwort. Ich glaube, ich sehe mich langsam nach etwas anderem um..

..wollen Dich kennenlernen!
Röhrende Diesel, quietschende Reifen, chlorfrische Abgasfahnen und Männer, die noch wie Männer riechen. Nein, wir reden nicht vom Nürburgring, sondern vom Parkplatz bei IKEA, wo ich grad zu schlafen versuchte…

Die Pixray-Pest

Crawler sind heutzutage ja schon eine echte Seuche geworden. Gottseidank hören die meisten aber auf die robots.txt und verschwinden relativ schnell wieder. Wenn der Crawler aber einem Handlanger der Content-Mafia und Abmahnindustrie gehört, sieht das schon ganz anders aus. Da wird penetrant die robots.txt ignoriert und in einer Frequenz gecrawlt, dass mein kleiner Server schnell an seine Grenzen stösst.
Inzwischen habe ich ihn durch einige Einträge in der .htaccess ausgesperrt:

RewriteCond %{HTTP_USER_AGENT} .*[Pp]ixray.*
RewriteRule ^.*$ http://www.pixray.com/crawl-yourself.html [R=301,L]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^46\.4\.19\.85 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^176\.9\.19\.103 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^176\.9\.0\.12 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^176\.9\.0\.13 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^176\.9\.19\.103 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^176\.9\.31\.201 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^176\.9\.31\.202 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^176\.9\.31\.203 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^176\.9\.7\.28 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^188\.40\.65\.130 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^188\.40\.66\.214 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^188\.40\.85\.200 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^46\.4\.116\.100 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^46\.4\.119\.231 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^46\.4\.121\.154 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^46\.4\.19\.85 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^78\.46\.90\.27 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^88\.198\.64\.3 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^88\.198\.65\.99 [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^88\.198\.67\.197 [OR]
# bei Bedarf hier weitere IP

Auffallend dabei, dass der Crawler aus dem Hetzner-Netz kommt, was mit Sicherheit bei steigender Penetranz dazu führen wird, dass ich das gesamte Hetzner-Segment direkt per iptables erden werde. Es ist mir unbegreiflich, wie man bei Hetzner solche Kunden dulden kann, wo sie so offensichtlich gegen die Bestimmungen verstoßen..
 

Am Halsen..

..bin ich gerade, aber richtig. Von Anfang an:
Gestern den Arsch ab gefroren, Standheizung ging nicht, die Tanks waren voll Margarine. Deutscher Winterdiesel ist nicht für sibirische Temparaturen gedacht. Mein Disponent hat inzwischen gekündigt und ich habe einen neuen bekommen, das habe ich am Dienstag so nebenbei dann mal erfahren.
Ich hab dann mit meinem neuen Disponenten den Werkstattaufenthalt abgesprochen, abgeladen und bin bei DAF vorbei. Mit einer guten Stunde Verspätung dann in Dortmund aufgelaufen, wodurch sich meine Folgetour ebenfalls um eine gute Stunde verspätet hat, obwohl ich die Nachtruhe auf 9 Stunden gekürzt habe.
Ich hatte ihm eh zugesagt, Bilder von der Ladung gestern zuschicken und hab ihm in der Email haarklein vorgerechnet, wann ich in Kiel sein kann. Ein paar Minuten später haben wir telefoniert und ich habe ihn zum Schluss noch gefragt, ob er die Verspätung dann auch meldet, was er bejahte.
Heute Morgen wurde ich von seiner Vorgesetzten darum gebeten, Verspätungen künftig nicht mehr per Mail bekannt zu geben, sondern telefonisch oder per SMS. Man hätte meine Email wohl übersehen, weil sich Outlook manchmal nur langsam aktualisiert und nach 17.00 das Büro nicht mehr besetzt war. Dass die Verspätung nicht durchgemeldet wurde, habe ich heute Morgen beim Abladen ja zu hören bekommen, aber so eine blöde Ausrede ist voll daneben. Meine Mail ging um 15:56 raus und telefoniert haben wir um 16:08, das habe ich ihr dann auch so erzählt.
Da war ich schon ein wenig geladen. In Kiel dann an die Tankpool-Säule in Wellsee und getankt, ich war schon auf Reserve. Nach 150 Litern klackt es und die Säule schaltet ab, also Karte nochmal durch gezogen. „Tagesmenge erreicht“, sagte die Säule. Kurz nach 12.00 in der Firma Bescheid gesagt, zum Laden gefahren, beladen gemeldet und an die Karte erinnert, denn kurz über Reserve mit 40t Gewicht komme ich nicht von Kiel nach Köln. „Ich melde mich gleich“.
Inzwischen stehe ich in Heidenau und bin in der Nachtruhe. Gemeldet hat sich natürlich keiner. Ich stelle jetzt das Telefon lautlos und wenn ich heute Nacht nicht tanken kann, bleibe ich eben stehen. Notfalls tanke ich privat für nen 10er drauf, damit die Standheizung läuft.
Für solche Spielchen bin ich zu lange in der Branche, die kann ich garantiert besser spielen als dieser Grünschnabel. Von mir erwartet man, dass ich einwandfrei funktioniere und mehr erwarte ich auch nicht von meinem Disponenten..

En beten scheef..

.. hett Gott leef. Nein, ich bin nicht gefahren wie eine Wildsau, auch wenn das so aussieht. Vielleicht haben die Dosenwerfer ja den Container versehentlich verkehrtrum angeliefert..

Mindestens genau so spannend, wie dem Staplerfahrer beim Balancieren zuzusehen, war dann das Gurten. Die oben auf den Paletten liegenden Bretter lösten sich in Wohlgefallen auf und wenn man richtig zurrte, brachen die Paletten..

Ich hab dann die Alulatten alle umgesteckt, 4 nach unten als Ladebordwand und 1 darüber auf Höhe der Palettenoberkante. Da die Dinger auf ARM standen, habe ich mir auch wenig Sorgen gemacht, bin halt vorsichtiger um die Kurven gefahren. Die Ladung stand bei Ankunft noch genau so, wie sie beim Beladen hingestellt wurde. Es ist einfach unglaublich, was einem so als Ladung zugemutet wird manchmal. Den Aufklebern nach kann der Versand auch nicht die Welt gekostet haben, das Zeugs ist Made in China Chian :D..

Irgendso ein Fliesenfuzzi bezahlt da nun 60 EUR/m² für das Gelumpe..

Ich muss ja zugeben..

..so wirklich wohl gefühlt habe ich mich auf den letzten Kilometern nicht mehr.

Der kleine Tank rechts war furztrocken und der große Tank links auch fast, ich hab 750l hinein bekommen und noch Luft nach oben gehabt. Das war diesmal allerdings kein Reichweitentest, ich bin einfach nur den ganzen Tag nicht an einer Tankpool24-Säule vorbeigekommen und musste bis Lünen durchziehen..*schweissabwisch*..
4285 km ist allerdings auch schon eine echte Leistung, vor allem, wo ich die letzten beiden Wochen eigentlich fast nur Vollgas anliegen hatte und recht oft ausgeladen war..

Zu gute Sicht?

Das lässt sich leicht ändern..einfach bei so einem Schmuddelwetter wie heute Nacht über die A45 fahren, Streusalz und die Taumittelsprühanlagen beseitigen den Durchblick im nu..

Am Mittwoch

dem 18.1. 2012 wird diese Webseite nicht erreichbar sein.
Dies geschieht aus Protest gegen die zunehmende Zensur des Internets durch Handelsabkommen oder Gesetze, die aufgrund massiver Lobbyarbeit der Industrie beschlossen werden.
Sollte dieser Trend anhalten, wird das dramatische Auswirkungen auf das Internet haben.
Webseiten wie diese hier vom Netz zu nehmen, gewährt einen Blick darauf, wie die Zukunft aussehen könnte, wenn diese “Handelsabkommen” und Gesetze in Kraft treten.
Die so erschaffene Infrastruktur wird über kurz oder lang zur Unterdrückung politischer Meinungen verwendet und das Internet, wie wir es kennen, wird aufhören zu existieren.
 
Weiterführende Links:
Opalkatze: Prof. Hören über SOPA
Damax: 18. Januar
Wikipedia: SOPA
Wikipedia: ACTA