Archiv von 'Juli, 2013'

Liebe Betreiber des Autohofes Werneck an der A70,..

mich habt Ihr heute das letzte mal gesehen.

Ich habe in Werneck abgeladen und schon auf der Fahrt zur Abladestelle gesehen, dass ich dort am Autohof bequem einkaufen kann, also fuhr ich nachdem ich fertig war dort rüber und parkte gemütlich in der Nähe der Ausfahrt auf dem fast leeren Parkplatz ein. Ausser mir befanden sich noch ein Wohnwagengespann und etwa 10 LKW auf der großen Fläche. Ich hatte gerade erst die Handbremse eingelegt, als ein Parkwächter auf mich zukam und von mir Gebühren kassieren wollte. Auf meinen Einwand hin, dass ich auf Toilette gehen und einkaufen wolle und in 20 Minuten wieder weg sei, wurde ich mit dem Hinweis, dass ich Parkgebühren zahlen solle oder verschwinden, dort verscheucht.

Wir, die dafür Sorgen, dass Ihr, liebe Autohofbetreiber, alles für Euren täglichen Bedarf bis an die Tankstellentür geliefert bekommt, dürfen bei Euch nicht halten, um Essen und Getränke zu kaufen? Das kanns wohl kaum sein. Wäre der Parkplatz jetzt proppenvoll gewesen, hätte ich vielleicht noch Verständnis aufgebracht, wenn man mich höflich darum gebeten hätte, mir doch einen Platz im Gewerbegebiet zu suchen..

Ich werde jedenfalls nie wieder bei Euch halt machen..

Fröhliche Bastelstunde – 220V im MAN TGX

220V im LKW sind für mich ein Muss. Der Spannungswandler findet im MAN bequem hinter dem Beifahrersitz Platz, von da geht es dann mit 220V auf meinen Drucker, mit dem ich meine Aufträge und Frachtbriefe ausdrucke.

Das Kabel lässt sich gut in dem ohnehin vorhandenen Kabelkanal zum Sicherungskasten führen. Dazu müssen die beiden Plastikteile des Trittbretts demontiert werden.

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Im Fußraum befindet sich am Ende des Kanals ein Loch, durch dass sich das Kabel bequem nach oben in den Sicherungskasten schieben lässt.

In dem geöffneten Sicherungskasten befindet sich in Kniehöhe eine Querstrebe, die ein wenig beim Herausdrehen der Anschlussplatte stört, also demontieren wir sie einfach.

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Das Panel oben mit den Sicherungen und Relais wird durch 2 Schrauben auf der rechten Seite fixiert.

schraube

Die untere Schraube hier im Bild. Es ist ein passender Torx im Bordwerkzeug. Nicht fallen lassen, sonst geht das Gefummel unten im Dunkel los ;).

Wenn das Panel herausgedreht ist, könnt Ihr die Anschlüsse sehen. Der Pluspol wird an der Anschlussplatte links montiert. Dort ist normalerweise noch ein Gewindestab frei, Ihr braucht also eine selbstsichernde Mutter M6, dann könnt Ihr dort auflegen. Hier sieht man auch den Sicherungshalter links im Bild.

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Den Minuspol greifen wir an der Rückwand des Sicherungskastens ab, dort laufen etliche Kabel auf 2 Gewindestäbe. Vorsichtig die Mutter lösen, Kabelschuh drüber und wieder richtig festziehen. Nicht vergessen, das Stück Schlauch wieder überzustülpen!

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Danach das Panel wieder reindrehen, die beiden Schrauben wieder setzen, den fliegenden Sicherungshalter bestücken und den Querträger wieder einschrauben. Nun noch den Sicherungskasten schliessen und fertig ist die Laube.

Bitte ordentliche Kabelschuhe verwenden, keine Parasiten (Stromdiebe) und das Ganze auch vernünftig absichern. 2m Kabel 2×2,5mm² + Sicherungshalter kosten 7,95 bei Europart, das bringt keinen an den Rand des finanziellen Zusammenbruchs und verhindert im Zweifelsfalle Fahrzeugbrände.

Grmpf..

Ich benutze unterwegs ein Mobil-Netzteil für meinen Laptop, weil das sinnvoll ist und wesentlich effektiver, als aus 24V erstmal 230V zu machen, die dann über das Netzteil  wieder auf 19V heruntergeregelt werden. Dieses Mobilnetzteil hat einen universellen Stecker mit diversen Adaptern, die durch Umdrehen die Polarität wechseln können. Es ist im Laufe der Jahre natürlich etwas abgegrabbelt und sieht auch schon etwas arg schäbig aus, tat bis jetzt aber brav seinen Dienst. Dummerweise hatte sich der Adapter für meinen Laptop gelöst und ich Held hab es geschafft,  den falsch herum wieder einzustecken. Ergebnis: Sicherung kam, leider ein wenig zu spät, der Laptop wurde nicht mehr geladen, obwohl das Netzteil sauber Strom lieferte. Beim Einstecken in den Laptop kam die Sicherung wieder.

Ich hab also in mühevoller Kleinarbeit und mit bestimmt 1000 Flüchen zwischendurch meinen Laptop zerlegt, um an das Mainboard zu kommen. Die Jungs und Mädels in der Endmontage müssen echt mit Drahtseilnerven gesegnet sein.. Die Stromzufuhr ist durch eine Buchse am Kabelstrang auf das Board gestöpselt, was die Sache etwas einfacher machte. Mit dem Multimeter habe ich dann ein optisch schon etwas auffälliges Bauteil überprüft und fand die arme Verpolungsschutzdiode beidseitig durchlässig und niederohmig vor.

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Da ich nicht auf SMD-Lötarbeiten eingerichtet bin und mir auch entsprechende Ersatzteile fehlen, habe ich sie mit meinem feinsten Lötkolben erst einmal einseitig hochgenommen und isoliert. Ein Funktionstest am fliegend verdrahteten Laptop brachte ein einwandfreies Ergebnis und nach etwas über einer Stunde war er auch wieder ordnungsgemäß zusammengebaut. Jetzt wird ein ganz feiner Lötkolben und eine Ersatzdiode organisiert und das marode Ding gewechselt. Den Stecker am Universalanschluss habe ich vorsichtshalber mit einem tropfen Sekundenkleber fixiert, denn noch eine Verpolung wäre jetzt fatal.