Archiv von 'Mai, 2012'

Nachschlag zum Upgrade auf Squeeze

Mailversand funktionierte nicht, im Log waren folgende Einträge zu finden:
14 h51273 saslauthd: DEBUG: auth_pam: pam_authenticate failed: Module is unknown
14 h51273 saslauthd: do_auth : auth failure: [user=web1p1] [service=smtp] [realm=h51273.serverkompetenz.net] [mech=pam] [reason=PAM auth error]
7 h51273 postfix/smtpd: warning: SASL authentication failure: Password verification failed
7 h51273 postfix/smtpd: warning: p548176F1.dip.t-dialin.net[84.129.118.241]: SASL PLAIN authentication failed: authentication failure
7 h51273 postfix/smtpd: warning: p548176F1.dip.t-dialin.net[84.129.118.241]: SASL LOGIN authentication failed: authentication failure
26 h51273 saslauthd: PAM unable to dlopen(/lib/security/pam_unix_auth.so): /lib/security/pam_unix_auth.so: cannot open shared object file: No such file or directory
26 h51273 saslauthd: PAM adding faulty module: /lib/security/pam_unix_auth.so
26 h51273 saslauthd: PAM unable to dlopen(/lib/security/pam_unix_acct.so): /lib/security/pam_unix_acct.so: cannot open shared object file: No such file or directory
26 h51273 saslauthd: PAM adding faulty module: /lib/security/pam_unix_acct.so
26 h51273 saslauthd: PAM unable to dlopen(/lib/security/pam_unix_passwd.so): /lib/security/pam_unix_passwd.so: cannot open shared object file: No such file or directory
26 h51273 saslauthd: PAM adding faulty module: /lib/security/pam_unix_passwd.so
26 h51273 saslauthd: PAM unable to dlopen(/lib/security/pam_unix_session.so): /lib/security/pam_unix_session.so: cannot open shared object file: No such file or directory


Praktischerweise wurden im saslauth diverse Module zu einem zusammengefasst, warum die Konfigurationsdatei nun nicht getauscht wurde, weiss der Henker. Das Problem lässt sich lösen, indem man die /etc/pam.d/smtp bearbeitet.

alt:

auth required /lib/security/pam_unix_auth.so
account required /lib/security/pam_unix_acct.so
password required /lib/security/pam_unix_passwd.so
session required /lib/security/pam_unix_session.so

 

neu:

auth required /lib/security/pam_unix.so
account required /lib/security/pam_unix.so
password required /lib/security/pam_unix.so
session required /lib/security/pam_unix.so

 

Danach saslauth und postfix einmal neu starten und alles läuft wieder einwandfrei.

Nicht vergessen! Morgen ist „Towel Day“.

Sogar ein Super-Towel Day, weil 25 + 5 + 12 = 42. Also: Handtuch nicht vergessen!

 

http://www.towel-day.com/de/

Die „nonfree“-Falle

Ich habe heute endlich die Zeit gefunden, das lange überfällige Upgrade von Lenny auf Squeeze zu fahren. Lief sauber durch und der Server kam auch ganz hervorragend wieder hoch. Dummerweise war er eine Insel und nur über die Rettungskonsole ansprechbar, eth0 lieferte einen Fehler und wollte nicht hochkommen, weil die Firmware nicht geladen werden konnte.

Spannenderweise hat Debian die Firmware ins „nonfree“ verschoben weil es mal wieder irgendein Problem in den Köpfen der Maintainer mit irgendwelchen Lizenzen gibt. Danke, genau so etwas macht ein System dann unheimlich benutzerfreundlich.

Ich habe also dann aus dem Rescue in ein chroot booten müssen, die Firmware aus dem nonfree-Repository ziehen, in das eigentliche System zurückbooten, Firmware installieren und dann mit eth0 kämpfen müssen. Was für ein Krampf!

Die Firmware liess sich aus dem Rescue nicht ordentlich installieren, da sysfs nicht korrekt eingehängt war, logisch, oder? Nach dem Reboot war eth0 dann da, aber nur ipv6, kein ipv4 und DHCP wollte nicht funktionieren.

Ein wenig googeln brachte dann folgende Lösung:

apt-get install isc-dhcp-client
apt-get autoremove dhcpcd

Schon klappts wieder mit dem DHCP. Proftp wollte natürlich auch nimmer, aber das lag an der ersetzten inetd-Konfiguration.

Erstaunlicherweise funktionierte das MySQL-Update ganz hervorragend, musste nur eine Zeile in der my.cnf ändern (skip-bdb ausklammern). Da hatte ich eigentlich die meisten Probleme erwartet.

 

Festmahl am Vatertag

Leider hatte ich keine Kartoffeln, es hat aber trotzdem vorzüglich gemundet.

Ich hatte noch ein Glas Rotkohl und eine Packung Leberkäse im Kühlschrank dazu. Gar nicht so einfach, zwei Dinge mit nur einer Flamme gleichzeitig warm zu bekommen.

Den Rotkohl habe ich mir mit meinem bulgarischen Nachbarn geteilt, der war ebenfalls gerade am Kochen.

War eine angenehme Mahlzeit. Während des Essens habe ich den Teekessel mit Abwaschwasser warm gemacht  und wir haben den Abwasch dann gemeinsam erledigt. Zum krönenden Abschluss gab es dann noch einen Espresso, ich habe ja alles mit. Alles in allem war das sättigend und urgemütlich.

Es geht auch ohne Alkohol und Bollerwagen ;).

Im Irrenhaus..

..kann es nicht schlimmer zugehen als in unserer Dispo. Gestern habe ich in Aachen abgeladen und bin kurz vor 11.00 h wieder in Dortmund eingelaufen. Der Kölner Ring ist einfach die Pest, soviel Zeit verliert man wohl nirgendwo in Deutschland. Meine Folgetour hatte ich ja schon seit Freitag und auch gesehen, dass die wohl nicht klappen wird. Wir haben eine Anweisung bekommen, aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr schneller als 86 zu fahren. Interessiert mich nicht weiter, denn wenn ich die Touren für mich plane, fahre ich meist eh nur 85 und habe noch genug Reserve drin.

Ich habe also von 11.00 h bis 20.00 h Nachtruhe in Dortmund gemacht und dann meinen Trailer getauscht. Das war im Grunde schon zu spät für eine Anlieferung um 4.00 h in München. Bei der Ausfahrtkontrolle dann Telefon, der Wachmann stand schon trippelnd hinten am Auflieger und das Telefonat nahm kein Ende.

„Warum steht hier auf Deinem Auftrag, dass die Tour nicht klappt, weil Dir 2 Stunden fehlen?“
„Weil Ihr das seit Freitag wisst.“
„Und warum fehlen Dir 2 Stunden?“
„Weil ich ja zumindest eine 9er Schichtpause einlegen muss und mit 86 brauche ich fast eine Stunde länger für die Strecke.“
„Dann schaffst Du ja die Folgetour nicht, kannst Du nicht nochmal eine 9er machen?“
„Nein. Ich bin jetzt schon müde und normalerweise plane ich die Tour so, dass ich mich nachts in Würzburg nochmal ein Stündchen hinlegen kann, die Strecke ist mörderisch anstrengend.“
„Toll. Jetzt sitze ich hier und kann das nicht mehr regeln. Es kotzt mich an, um 20.00 h noch im Büro sitzen zu müssen.“
.oO( Ist doch nicht mein Problem, wenn ihr zu blöd seid, das untereinander abzusprechen und ich finde es auch blöd, um 20.00h noch quer durch Deutschland eiern zu müssen, lass mich bloss mit dem Gejammer in Ruhe!)
„Ich kann das auch nicht ändern und ich muss jetzt raus, der Wachmann wird nervös.“
„Darf ich Dich dann antexten, wenn Du schläfst?“
„Klar, ich schaue dann da rauf, wenn ich wach bin.“

Aufgelegt und Ausfahrtkontrolle nebst Papieren gemacht und los. Mit Vollgas reicht es genau bis zum Rasthof Würzburg für die 45er, mit 86 hab ich in der Einfahrt zum 3. Parkplatz vor Rasthof Spessart die Pause mit Warnblinker verbracht, es fehlten wohl um die 60-65 km. Termin war um 4.00 h, ich war kurz vor 5.00 h da, Verspätung war scheinbar keine gemeldet, so wie der mich ansah. Um 6.00 h stand ich in meiner Parklücke und mache jetzt Nachtruhe bis 17.00 h, die Folgetour ist per SMS storniert worden, da ich nicht um 16.45 h in 90 km Entfernung laden kann.

Von uns Fahrern wird immer erwartet, dass wir funktionieren und den Pfusch aus der Dispo irgendwie wieder gerade biegen. Ich bin es leid. Selbst wenn man die Informationen mit genügend Vorlauf ins Büro gibt, verschlampen die das auf dem Weg zwischen 2 Schreibtischen, da kann ich mir das auch ganz sparen und einfach die Touren gegen die Wand laufen lassen.

Wenn wir so arbeiten würden, wie die, dann wäre zappeldaddeldu..

 

Eine Gutenachtgeschichte für Louise

Damals, vor ganz langer Zeit, als Menschen noch mit den Tieren und der Natur in Einklang lebten, als noch Trolle und Einhörner die dichten Wälder durchstreiften und Kobolde und Feen nicht nur Geschichten waren. Damals, als es noch Menschen gab, die mit Tieren reden konnten. Damals, als Katzen noch vom Menschen völlig unabhängige, stolze Geschöpfe waren. In dieser Zeit spielt diese Geschichte.

Die Katzen lebten tief in den Wäldern und am Rande der Steppen, sie lagen den ganzen Tag in der Sonne und träumten, es gab ja noch keine Autos und Städte mit ihren Gefahren und dem ständigen Lärm. Manche fühlten sich zu den Menschen hingezogen und tauschten das Leben im Wald gegen Futter und Zuneigung ein, gaben ihre Unabhängigkeit auf und bekamen dafür die Sicherheit eines warmen Stalles und einer täglichen Mahlzeit im Tausch. Im Winter durften sie in die Häuser und konnten am warmen Ofen dösen, fern aller Entbehrungen der Wildnis.

Die Menschen sprachen mit ihnen und sie schnurrten wohlig, wenn man sie zwischen den Ohren kraulte. Mit der Zeit wurden sie ein fester Bestandteil des menschlichen Lebens, sie brachten Ruhe und Behaglichkeit in die kargen Räume, waren gute Zuhörer, wenn die Menschen ihnen von ihren Sorgen und Nöten erzählten und spendeten Trost in dunklen Momenten.

Die Menschen verlernten mit der Zeit, auf die Natur zu hören. Ihre Sinne stumpften ab, viele verstanden auch die Sprache der Tiere nicht mehr und die Kobolde und Feen konnten sie nicht mehr sehen, weil im harten Alltag kein Platz für Phantasie war. Nur ein paar alte Geschichten und Fabeln blieben aus dieser Zeit übrig, die sich die Menschen an langen Winterabenden gegenseitig am warmen Ofen erzählten. Die Katzen lagen daneben und hörten gespannt zu, ab und zu ein Auge öffnend, wenn die Geschichten falsch erzählt wurden und die Ohren ständig gespitzt, um ja kein Wort zu verpassen.

Das machen sie noch heute, wenn wir gesellig beisammen sitzen und uns gegenseitig Geschichten erzählen. Jede Katze kennt die Märchen aus uralter Zeit und gibt sie an ihre Kinder weiter, so dass der Schatz an Geschichten nicht verloren gehen kann, bis die Menschen wieder die Sprache der Tiere sprechen können. Katzen können auch heute noch die Kobolde und Elfen sehen und sprechen mit ihnen. Es gibt keine Kobolde und Elfen, sagst Du? Hast Du noch nie eine Katze gesehen, wie sie einen Punkt an der Wand oder der Zimmerdecke fixiert, obwohl Du nichts an dieser Stelle sehen kannst? Siehst Du, Katzen können ganz deutlich etwas dort sehen.

Nur, wenn wir wieder den Mut aufbringen, am Tage zu träumen und unsere Phantasie wieder benutzen, wird die Welt auch wieder ein besserer Ort und die Kobolde, Elfen und Einhörner werden für uns wieder sichtbar. Das sollte unser aller Ziel sein.

Und nun wird geschlafen. Ich wünsche Dir schöne Träume von Einhörnern, die unter Regenbögen tanzen..

 

Louise liebt es, auf meiner Brust zu liegen, wenn ich im Bett bin. Wenn ich ihr dann leise eine Geschichte erzähle, schnurrt sie und wirft sich auf die Seite, die Augen geschlossen und mit allen 4 Pfoten im Milchtritt. Ohne Katzen wäre unsere Welt ein ganzes Stück ärmer..