Archiv von 'Juni, 2013'

Samsung Galaxy S3 friert ein

Anfang letzter Woche hat es nun auch mein Samsung erwischt. Die Ursache für die Freezes ist scheinbar der Workaround gegen den Sudden Death, den Samsung da mit der heißen Nadel gestrickt hat.

Hintergrundinfo: Wenn sich der Speicher (eMMC) in einem bestimmten Zustand befindet, kann die Software in einen Loop springen, aus dem sie nicht mehr herauskommt. In diesem Fall ist das Handy dann gestorben (sudden death). Die Gefahr bestand bis zu Android 4.1.1 (ICS). Ab Android 4.1.2 (Jelly Bean) ist ein SD-Fix in den Kernel integriert, der das verhindern soll. Leider ist der Fix nicht so das Gelbe vom Ei, so dass das Gerät unkontrolliert einfriert. Die Freezes dauern zwischen 5 und 30 Minuten, danach ist das Handy wieder da, einige Geräte rebooten dann auch. Dieser Fehler tritt im Schnitt nach etwa 180 Tagen auf. Das Handy friert jedesmal ein, wenn Apps Daten in den Speicher schreiben, was ein Smartphone ja schliesslich ausmacht.

Das einzige, was man machen kann, ist auf einen weiteren Fix von Samsung zu warten. Generell ist davon abzuraten, auf eine frühere Version zurück zu gehen, es sind etliche Geräte daran gestorben. Umtausch ist auch keine wirkliche Option, da es kein Neugerät, sondern nur ein aufgearbeitetes gibt und diese ebenfalls betroffen sind.

Ob Euer Handy betroffen ist, könnt Ihr mit eMMC check feststellen. Die Freezes haben allerdings auch ein Gutes, sie reparieren nämlich scheinbar das Gerät. Um den Vorgang zu beschleunigen, könnt Ihr Euch den Dummy File Generator aus dem Play Store holen und den internen Speicher vollschreiben. Der Algorithmus der Speicherverwaltung sorgt dafür, dass alle Blöcke möglichst gleichmässig beschrieben werden.

Versucht, mindestens 8GB internen Speicher frei zu bekommen und lasst den Dummy File Generator so oft laufen, dass Ihr mindestens das 4fache des internen Speichers geschrieben habt. Anfangs kann es sein, dass das Handy beim Schreiben einfriert, dann bitte nicht rebooten, sondern abwarten, bis es wieder da ist und von vorne beginnen.

Ich hatte das Glück, dass meines nicht eingefroren ist beim Schreiben und nach 8 Durchläufen auch wieder vollkommen hergestellt. Ein Handy, was ständig ausgeht und einen auch nicht mehr zuverlässig weckt, ist einfach unbrauchbar.

Wer sein Gerät gerootet hat, kann auch ein neues ROM, basierend auf der XXEMB1-Firmware flashen, das ist die einzige Version, die bis jetzt ohne Freezes gemeldet wurde.

Chinesen bremsen nicht..

Anders lässt sich deren Ladungssicherung jedenfalls nicht erklären und so im Nachhinein betrachtet bin ich ziemlich froh, dass ich ebenfalls keine Gefahrenbremsung machen musste, sonst hätte ich wohl Besuch bekommen.

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Das ist das Innere eines 40′-OpenToppers nach dem Öffnen. In den Kisten befinden sich 25t Edelstahlrohre. Die Kisten stehen Stahl auf Stahl übereinander ohne ARM oder Gurte in der Mitte des Containers. Die Stropps, die man dort sieht, sind zum Anheben gedacht, um die Kisten mit einem Kran oben raus zu bekommen. Hier befindet sich die Kamera hinter dem Gitter, was zur Ladungssicherung angebracht wurde. Hinten sieht man das vordere Gitter.

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Die Gitter sind mit Stahlseilen, die mit Kauschen zusammengequetscht wurden, an den Zurrösen des Containers befestigt. Der Gedanke ist gar nicht mal schlecht, aber:

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Vorne und Hinten waren jeweils fast 2m Platz bis zu den Gittern. Wenn ich voll in die Bremse gelatscht wäre, glaube ich nicht, dass die Gitter das Gewicht abgefangen hätten. Die Stirnwand des Containers ist jedenfalls definitiv nicht für so eine Aufschlagwucht gebaut, das wäre eher durchgegangen.

Ich bin heilfroh, dass nichts passiert ist. Ist ja nicht die erste böse Überraschung, die ich in ner Dose vorfinde, aber bis jetzt mit Abstand die unangenehmste.