Die Rache für Faulheit

Da ich momentan krank bin, mein Rücken ist mal wieder eingerastet und ich nicht recht weiß, wie ich sitzen, liegen oder stehen soll, habe ich mir gedacht, ich könnte ja mal zwischendurch meinen Laptop auf den neuesten Stand bringen und Ubuntu aktualisieren. Aus reiner Faulheit habe ich das über Jahre nicht gemacht, ich sah auch keinen Grund, Canonical gefiel mir sowieso nicht, aber meine Distribution ist inzwischen EOL und der neue Kernel interessiert mich auch brennend.

Der Update-Manager zeigt mir kein Update an. Das machte mich etwas stutzig und ich begann, mich über Google schlau zu machen. Soviel Faulheit wird belohnt, ich muss tatsächlich erst einmal auf Natty updaten, bevor ich sauber auf die aktuelle LTS updaten kann. Wie gut, dass ich dafür Zeit habe.

Kleine Querelen wird es wohl trotzdem geben, aber von einem direkten Umstieg von 10.04 auf 12.04 wird an allen Ecken und Enden gewarnt, das wird somit auch sicher begründet sein.

Ich bin dann mal kurz weg..


13 Kommentare

  1. Heiko sagt am 29. 09. 2012 um 13:21

    Na dann sage ich mal: viel Erfolg!

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  2. actro sagt am 29. 09. 2012 um 13:35

    Danke. Das schlimmste wird wohl sein, den ganzen crap zu deinstallieren, den man mir unterschieben will 😉

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  3. DisastersMaster sagt am 29. 09. 2012 um 13:38

    Hi Actro,

    ich wünsch dir viel Erfolg – und noch mehr Glück…
    Auf Arbeit hab ich auch inzwischen alle Maschinen auf aktuelle Releases. Seit dem Update auf LTS 12.04 kann mein Printserver nicht mehr auf dem Canon-Multifunktionsgerät drucken. Der Treiber, der ohnehin nur aus den Sourcen arbeitswillig war, läuft auf LTS 12.04 nicht mehr. Woran es liegt, kann mir keiner sagen. Und das, wo ich in ner Entwickler-Bude arbeite … Meine Vermutung ist, dass der Canon URFII-Treiber nicht mit Kernel 3.0 umgehen kann. Wenn ich versuche den zu bauen, dann bricht libtool mit der Meldung ab, dass irgendwelche Libs nicht gefunden werden und daher nicht als shared Libs eingebunden werden können. Kommentiert man in deren Build-Konfigurations-Script den Parameter –shared-libs aus, dann übersetzt der Treiber zwar wunderbar. Aber drucken kann man nicht. Bei einem Mitschnitt per tcpdump sieht man *** Cannot initialize device …. *** vorbeifliegen. Aber nicht, dass man das in irgendeinem Log sehen würde…

    Meine WS hab ich Anfang der Woche von 10.04 LTS auf 12.04 LTS aktualisieren wollen. Das ist vollkommen in die Hose gegangen.
    Meine WS ist per LVM in diverse kleine Partitionen aufgeteilt. Die /usr-Partition ist eine eigene Patition und 4 GB groß. Davon waren vor dem Update nicht ganz die Hälfte belegt.
    Während des Updates, das nebenbei niemals wusste, wie lange es noch benötigen würde, wurden die ganzen 4 GB vollgeschrieben. Und da war nicht einmal die Hälfte des Updates durch….

    Meine Konsequenz war dann, dass mich Ubuntu nun genug geärgert hat.
    Ich bin wieder bei Debian stable gelandet.
    Die Distribution ist zwar alles andere als topaktuell und leider benutzen sie auch noch Kernel 2.6.32, aber mir ist eine über lange Zeit stabile Umgebung wichtiger als immer neue Features, die vlt. nur zum Teil so funktionieren, wie sie sollen.

    Vielleicht werde ich in den nächsten Tagen mal nen Kernel 3.0 übersetzen und auf Debian installieren. Es soll da angeblich ein make-Parameter namens make-deb geben, der gleich ein Debian-Paket bastelt. Das könnte interessant sein ^^

    Grüße nach Norden,

    Dissi

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  4. actro sagt am 29. 09. 2012 um 18:36

    Habs jetzt auf 11, aber was für ein Kampf. Hat der Vogel mich doch mit Kernel-Pamic nach dem Reboot hängen lassen. Musste per Hand im Grub rumpfuschen, um zu einer Konsole zu kommen. Welcher Depp hat eigentlich im Recovery per default eingestellt, dass / ro gemounted wird? Spaßvogel. Dann WLan fixen, das wollte auch nimmer, weil wieder mal die Firmware nicht mitgeladen wird. Lauter so Dinge, an denen Anfänger garantiert verzweifeln.

    Zum 12 mache ich jetzt erstmal ein wenig Pause..

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  5. truckstop24.net sagt am 30. 09. 2012 um 08:12

    Und? Schon bei 12.04 LTS angekommen? 😀

    actro Antwort vom September 30th, 2012 15:17:

    Nein. Erst bei 11.10..fast..dauert nur noch ein paar Stunden, denke ich. Klöterkram beseitigen, dann nächstes Update anschubsen.

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  6. Matze sagt am 30. 09. 2012 um 18:51

    Hallo,

    wieso ärgert ihr euch mit solchen Realease-Zyklen behafteten Distros rum?

    Ich arbeite nun seit 6 Jahren mit Gentoo und das rolling release, ist das ein Segen!

    Wer sich den Krampf mit kompilieren nicht antun will: Arch Linux bietet ebenfalls Rolling Release, Top aktuelle Software-Versionen und eine super Dokumentations-Wiki und Community!

    Mein Tipp also: schaut’s euch mal an, das dauernde häppchenweise Updaten funktioniert meist absolut reibungslos.

    actro Antwort vom September 30th, 2012 19:12:

    Ich habe ewig lange Gentoo benutzt und bin nicht ohne Grund davon ab auf eine paketbasierte Distri umgestiegen. Unterwegs sind die Inkonsistenzen und broken dependencies einfach nicht zu grbrauchen und das wurde immer mehr. Auch die mehr oder weniger exotische Hardware in so einem Laptop war mehr als einmal ein echtes Problem.
    Als BSDer mag ich Gentoo durchaus, aber solange da so eine Uneinigkeit im Team herrscht, lasse ich die Finger davon.

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  7. Matze sagt am 30. 09. 2012 um 23:16

    Mhh, hab da seit ca. anderthalb Jahren kaum noch Probleme mit. Und gerade für exotische Hardware fand ich gentoo immer super, supported doch so quasi alles und hat immer aktuelle kernel sourcen…

    Ich verstehe deine Abneigung gegen Gentoo in diesem Fall, aber gegen Arch spricht keines deiner Argumente…

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  8. actro sagt am 01. 10. 2012 um 00:06

    Arch läuft hier auf dem Kinderzimmer-PC. Recht gut, aber PacMan ist nicht so meines. Ubuntu habe ich nur genommen, weil es mehr Multimedia bietet als Debilian selbst und das ist mir unterwegs wichtig. Als BSDer hab ich aber auch keine Schmerzen, mir selbst zu helfen, wenn Ubuntu nicht kann.

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  9. Uli sagt am 04. 10. 2012 um 02:17

    Jaaa… ich hab auch schon viel Spaß gehabt mit Ubuntu 10.04 auf 12.04 updaten….
    Resultat: einmal gut gelaufen, drei mal in die Hose gegangen. Ein Rechner steht noch aus, aber mal schaun was ich da mache. Eventuell ist einfach eine Neuinstallation die bessere Lösung.

    Und bzgl Arch; einmal hats mir da bei nem Update des Kernel das System so verhagelt, dass es nichtmehr booten wollte mit dem neuen Kernel. Dann bin ich da auch auf den LTS Kernel gegangen und gut ist seit dem…

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  10. disastersMaster sagt am 06. 10. 2012 um 12:00

    Hi Actro,

    ich hoffe, dein Ubuntu-Update-Erlebnis ist nun ausgestanden und du hast wieder ein lauffähiges System.

    @Matze: Zu dem Thema kann ich eigentlich nur sagen, dass für manche Menschen zum Begriff Stabilität auch die Versions-Stabilität gehört.
    Insbesondere bei Open Source Software kann das wichtig sein, da hier auch mal eben zwischen Minor-Releases das User-Interface oder auch nur Menüs oder Menü-Einträge umgestellt oder Shortcuts geändert werden.
    Leider werden diese UI-Änderungen häufig vorgenommen, ohne dass der Benutzer am Ende irgendenen Vorteil oder eine Verbesserung davon hat. Manchmal ist es auch sinnvoll, unergonomische Oberflächen einfach so zu belassen, wie sie sind. Die Menschen sind anpassungsfähig und können sich auch an nicht so tolle Oberflächen gewöhnen und damit effizient arbeiten/umgehen. Dieser Vorteil geht jedoch leider verloren, wenn sich mit Updates nicht nur die Versionsnummer ändert, sondern auch die arbeitsweise verändert werden muss.
    Schutz vor solchen Änderungen bieten halt Distributionen mit Release-Zyklen. Da weiß man im Voraus, dass sich etwas ändern kann und häufig weiß man auch, was sich ändern wird, weil die mitgeleiferte Software schon Monate vorher in allen möglichen Magazinen ausführlich durchgekaut wurde. Außerdem beschränkt sich diese Phase des neu erlernens bei Distributionen mit Versions-Stabilität in der Regel auf maximal 2mal im Jahr – häufig noch seltener.
    Bei Rolling-Updates hat man dieses Feature nicht. Zugunsten von stets allerneuester Software.

    Ich für meinen Teil muss gestehen: Ich bin zu alt dafür, mir alle 3 Monate die tolle neue Oberfläche von LibreOffice, KDE, Gnome usw. neu anzulernen.
    Solange die Distributoren Security Fixes zeitnah in ihre Pakete einpflegen, kann ich gut mit dem Manko leben, dass die Software nicht mehr dampft, wenn sie vom Paketmangement ausgeliefert wird.

    Grüße,

    Dissi

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  11. actro sagt am 06. 10. 2012 um 12:48

    Seit gestern bin ich fertig. Hatte auf dem letzten Ende noch mit broken packages zu kämpfen. Definitiv mache ich so etwas nicht noch einmal, das nächste mal wird gesichert und neu installiert.
    Die Unterschiede sind nicht groß, aber zum Teil positiv spürbar. Mein Soundsystem ist endlich in der Lage, ruckelfrei abzuspielen, das war mit dem alten Kernel irgendwie nicht machbar, trotz Tweaks und Tricks. Die Oberfläche hat sich nicht wirklich verändert, wenn man mal von den bekloppten „Aktivitäten“ bei Plasma absieht, die imho kein Mensch braucht.

    Es war halt mal Zeit dafür, das musste genutzt werden. Seltsamerweise war der Umstieg von 10.10 auf 11.10 am schlimmsten, danach ging es eigentlich ganz schmackig durch.

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