Seltsame Zufälle und eine nette Begegnung.

Heute Morgen sauste ein Artikel über Füchse in London vom Linuxnetzer durch meinen Feedreader. Seltsamer Zufall, diese Begegnung heute Nachmittag..

Ich habe heute Morgen in Büdelsdorf leer gemacht und bin dann quer durch die Pampa nach Gifhorn rüber. Dort habe ich bei Glunz Spanplatten für Belgien geladen. Auf dem Parkplatz streunte ein Fuchs und setzte sich immer wieder zwischen die LKW um die Fahrer nach Essen anzubetteln.

Natürlich haben alle aufgepasst, ihn nicht aus Versehen zu überfahren. Als er bei mir ankam, habe ich ihm ein paar Scheiben trockenes Toastbrot gegeben.

Von den polnischen Kollegen gab es Wurst und alte Brötchen. Immer, wenn er seine Beute kaum noch tragen konnte, verschwand er im Wald, um kurz darauf weiter zu betteln.

Allgemein war er sehr zutraulich, er nahm das Brot aus der Hand und ließ sich auch streicheln, wovon ich allerdings Abstand nahm, ich muss keine Zecken und Flöhe im LKW haben.

Die Ladestelle selbst war die Hölle. Die haben einen Verladeplan, der eingehalten werden soll. Alle Ratschen auf einer Seite, die Gurte vor der Beladung über die Träger des Edschaverdecks gehängt und zwischen die Pakete Spanplatten jeweils links und rechts einen 10cm-Fetzen Antirutschmatte. Klar, dass ich das nicht mitgemacht habe. Ich habe zwar den Trailer so vorbereitet, wie sie es haben wollen, aber im Werk auf dem Verladeplatz habe ich dann den Staplerfahrer ausgebremst und erst einmal beide Seiten aufgemacht. Dann alle Gurte wieder aufgerollt und jeweils links-rechts auf das Dach geworfen. Dann durfte er seine Hölzer legen, ich hab da Sandwiches mit ARM draus gemacht und er musste jedes Paket anheben, damit ich da über die volle Breite ARM drunter legen konnte- Noch 2 Hecklaschen, weil der letzte Stapel kleiner ist und dann habe ich in aller Ruhe die Seiten geschlossen.

Logisch, dass die sauer waren und mich ziemlich beschimpft haben, aber ich fahre den Mist und ich bin verantwortlich, da können die mir stundenlang etwas von TÜV-abgenommener Ladeweise und BAG hätte das abgesegnet erzählen, es wird so geladen wie ich das will und nicht anders.

Gedauert hat der Spass von 14.00 bis 18.00. Ich fahre da definitiv nicht wieder hin, dafür habe ich gesorgt. Beim Rausfahren habe ich mich neben den Zug auf die Waage gestellt und mir demonstrativ im Rauchverbot eine Kippe angemacht. Nun habe ich Hausverbot, mir ist aber gar nicht zum Weinen zumute :mrgreen:.

Gedacht war, dass ich heute noch bis hinter die Grenze komme, durch den Zeitaufwand war allerdings dann in Bad Nenndorf schluss. Morgen gehts dann nach Belgien mit dem Zeugs..


Ein Kommentar

  1. linuxnetzer sagt am 04. 06. 2012 um 23:05

    Gratulation zu diesen Bildern!
    Die sind zwar nicht in der Großstadt aufgenommen. Aber dass der Fuchs so nahe an die Menschen kommt, um an Futter zu gelangen kann man evtl. als Hinweis auffassen, dass auch in Deutschland die Füchse auf dem Vormarsch in die Städte sein könnten.Ich glaube in Berlin z.B. gibt es ja eh schon Füchse..!?
    Dein Fuchs scheint (so wie das klingt) jedenfalls diese Masche wohl schon öfter durchgezogen zu haben…

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