Archiv von 'Oktober, 2011'

Klöterkram..

Ich hab alles an Gurten auf dem Auflieger, was da war..

Sieht chaotisch aus, ist es aber nicht. Unten vorne stehen 4 6t-Böcke, darauf liegen 2 10t-Böcke und darauf ein Bootswagen. Die 6t-Böcke sind zu einem Block geschnürt und direkt verzurrt, die 10t- nieder gezurrt und der Wagen beides.





Vorne haben wir noch 2 Balken abgesägt und vor die Füße gespannt, um Form- und Kraftschluss zu erzielen. Auf diesem Bild sieht man auch die leichte Überbreite, die 10t-Böcke sind 3m in den hinteren Beinen, das stört aber nicht weiter. Wird nur interessant in der Baustelle Dreieck Salzgitter und später in Finkenwerder auf den letzten Metern zur Werft..

Nicht im Sinne des Fahrers

Kann es gar nicht sein. Durch eine Tagesbaustelle bei Böblingen und die verfluchten Lemminge hilflosen PKW-Fahrer, die mal wieder nicht mit dem Reißverschluss klar kamen, fehlen mir nach 10 Stunden Fahrt 33 Kilometer bis zum Kunden. Statt jetzt also mit Dusche, Toilette und vor allem mit Ruhe zu stehen, habe ich einen lauten Parkplatz ohne alles, der noch dazu wie Laternenpfahl ganz unten stinkt und darf mich von jedem Kollegen, der hier durch ballert, schütteln lassen.

Ansonsten bin ich noch topfit und ausgeruht, die 25 Minuten könnte ich theoretisch locker auf einer Arschbacke absitzen.. Aber ich darf ja nicht.. Ob ich morgen früh so ausgeruht bin, wage ich mal zu bezweifeln, aber dann habe ich meine 11 Stunden Pause drauf und bin für das Gesetz ausgeruht. Die Sozialvorschriften sind sowas von unflexibel, es ist zum Kotzen..

Anstrengend wars..

..und ich spüre jeden Knochen im Leib. Die Fahrt nach Frankreich war relativ entspannt, wenn auch recht knapp geschnitten, da ich ja vor dem Sonntagsfahrverbot in Holland sein musste. Das hat ganz gut geklappt und ich bin am Sonntag noch bis zur belgisch-französischen Grenze gefahren. Dort habe ich eine Ruhezeit eingelegt und bin mit dem Ende des Fahrverbots in Frankreich dann in Richtung Paris gestartet. Mitten in der Nacht war die Peripherique frei und auch das Stück Route Nationale quer durch Paris war gut fahrbar. Einige Stunden später war ich dann schon in Les Poires sur Vie und habe bei Benneteau eine 37′-Segelyacht mit Mast geladen.

Da das kleine Schiffchen etwas breiter ist, konnte ich nicht über die Autobahn zurück, sondern wurde von einem Piloten über die Route Nationale geführt. Mal abgesehen von den teilweise sehr engen Ortschaften und den vielen Schwertransporten mit Überbreite, die uns begegneten, war das kein Problem.

Le Mans haben wir Montagabend im Feierabendverkehr durchquert, Rouen gottseidank nur am Rande gestreift und nicht in der Hauptverkehrszeit. Zwischenstop war am Dienstagabend in Abbeville, ich war fix und fertig und hatte einen leichten Drehwurm von den Millionen Kreisverkehren. Gestern hat mich der Pilot dann an der belgischen Grenze verlassen und ich konnte ein paar Stunden Schlaf tanken. Nachmittags kam dann unser Begleiter und mein Kollege dort an. Mein Kollege ging in die Nachtruhe und ich fuhr mit dem Begleiter weiter bis nach Holland.
Nach einer 45er haben wir dann den Rest der Strecke in Angriff genommen und sind heute Nacht um 2.35 h in Hamburg auf dem Messegelände angekommen.

Kaffee gab es schon, auch ein kleines Frühstück und ich werde gleich damit anfangen, die Ladungssicherung zu entfernen. Bilder habe ich diesmal keine gemacht, ich war zu sehr damit beschäftigt, weder mit dem Boot noch mit den Warntafeln irgendwo hängen zu bleiben und keine Baustellen abzuräumen. Nachher soll ich noch einmal nach Greifswald, eine 41′-Yacht laden und hierher bringen, dann ist endlich Wochenende.. Das habe ich auch bitter nötig jetzt..

Der Winter kommt

Es ist arschkalt geworden und in Schweden fangen sie an, die Stängsel für die Schneepflüge einzuschlagen. Wenn das keine Zeichen sind..

Gefahrguthelfer

Eine sehr praktische App für Android, gerade in unserer Berufsgruppe, wo wir ja öfter mit Gefahrgut in Kontakt kommen oder auch für die Feuerwehr sicherlich brauchbar. Davon mal ab, dass diese App jedermans Neugierde in Sekunden befriedigt, wenn er die Zahlen nicht kennt ;).

Mal als praktisches Beispiel:

Dieser Tanker ist auf der Autobahn unterwegs und trägt auf seiner Gefahrgut-Tafel die Ziffern 22 in der oberen und 1977 in der unteren Reihe.

Die 22 bedeutet 2 für flüssig und durch die Wiederholung eine besondere Gefahr. Aber was steckt hinter der 1977?

Gefahrguthelfer aufgerufen

1977 in die Suche getippt

Ah, Stickstoff. Der Gefahrguthelfer verrät uns , dass die „besondere Gefahr“ hier in der Tiefkühlung liegt, welche Tunnels der Transport benutzen darf und auch eine ERI-Card für den Fall eines Unglücks ist dabei.

Praktisch ist das, alles in einer App statt in diversen Handbüchern und Ordnern.