Einige Bilder aus Schweden

Die Europastraßen sind größtenteils 3spurig wechselseitig ausgeführt, oder halt 2spurig mit breitem Mehrzweckstreifen, so dass ein gefahrloses Überholen bequem möglich ist..

Dadurch lassen sich auch Fernzüge der Kategorie II völlig problemlos überholen, selbst die Kategorie III, die gerade getestet wird (90t Gesamtgewicht auf 13 Achsen) stellt kein wirkliches Verkehrshindernis dar.

Durch das Tempolimit von maximal 100 km/h auf Europastraßen und 110/120 km/h auf Autobahnen wird eh nicht so viel überholt, die geringere Verkehrsdichte im ländlichen Bereich tut dann noch ein Übriges zu dem ruhigen Verkehrsfluss. Es ist auf jeden Fall ein sehr angenehmes, entspanntes Fahren dort oben.

Alle paar Kilometer kommt eine Rastanlage, überwiegend mit jeweils 1-2 einheimischen Restaurants und einem Vertreter beider großen amerikanischen Ketten ausgestattet. Bei dieser heimischen Burgerbude soll allerdings der Name Programm sein, sagen die Kollegen :mrgreen:.

Die schwedischen „Bundes“straßen sehen aus wie unsere, meist ist dort allerdings Tempolimit 90 km/h vorgegeben, was auch wieder zu wenig Überholvorgängen führt, LKW fahren dort ja überall 85-90 km/h.

Nächste Stufe ist dann die Landstraße, schon ein wenig enger, aber immer noch Tempolimit 90 km/h, stellenweise 80 km/h bei lockerer Bebauung und in den Ortschaften wird generell auf 70 km/h, im Bereich von Schulen oder Einkaufszentren dann je nach Bedarf auf 50-30 km/h gedrosselt. Bodenwellen halten sich gottseidank in Grenzen..

Praktisch finde ich, dass überall die Speisekarte angeschlagen ist. Vom Elch über Wildschwein bis zu Rotwild ist eine angenehme Auswahl gegeben. Zumindest lässt das, was so am Straßenrand liegt, einem oft das Wasser im Mund zusammenlaufen, im Gedenken an ein zünftiges „roadkill barbecue“ ;).

Das nächste Bild war nicht einfach hinzubekommen, ich habe etliche Versuche gebraucht, mit 90 km/h ist die Handycam einfach zu träge und ich kann ja schlecht zum stehenden Hinderniss werden, nur um ein Foto zu machen. Diese „single-track-roads“ entsprechen unseren Kreisstraßen und gehen überall von den Europastraßen und Landstraßen ab. Im Gegensatz zu meiner Nachbarin habe ich da allerdings wenig Vergnügen dran, das mag vielleicht daran liegen, dass ich mit dem 40tonner da rein muss und sie mit ihrer Enduro eventuell doch ein kleines bisschen wendiger ist ;).

Dieses Bild zeigt die Asylantenschleuse am Fähranleger. Bei der Durchfahrt wird der Auflieger durchleuchtet, ob sich nicht Illegale darauf versteckt haben. Ich habe es schon erlebt, als ich mit der Spätfähre oben ankam, dass ich ne geschlagene Stunde dort vor der Schranke stand, weil vorne in der Schlange einer vom Trailer gehüpft ist und Zoll nebst Politi einen Aufstand machten..

Deutlich zu sehen, die Hornantenne..

Dieser „Korkenzieherturm“ steht gegenüber vom Anleger im Hafen von Malmö.

Mit solchen Schiffen werden Neuwagen in alle Welt verschifft. Auf der Kaje gegenüber stehen 1000ende Volvos und Saab und warten auf die Verschiffung. Die Form dieser Dampfer mutet etwas seltsam an, macht aber durchaus Sinn bei solcher Ladung.

Diesmal hatte ich das Glück und konnte tagsüber bei gutem Wetter nach Deutschland einschiffen. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um die große Brücke zu fotografieren.



Wirklich ein beachtliches Bauwerk.

Es gibt einen guten Grund, an Bord das Handy aus zu machen. Nicht nur, dass ständig SMS reinkommen, wenn man das Netz von Schweden auf Dänemark und dann auf das Bordnetz wechselt (bei Außenkabine), auch Anrufe an Bord haben durchaus ihren Preis, wie man dem Aufkleber an der Badezimmertür entnehmen kann:

Als wir in Travemünde einliefen war übrigens echtes Mistwetter. Der Dampfer fuhr langsam, um nicht mitten in das gerade durchziehende Gewitter zu geraten..


4 Kommentare

  1. der Lüder sagt am 24. 08. 2011 um 23:51

    Tolle Bilder, mehr davon!
    Obwohl, die wecken so furchtbar das „Skandinavien-Fernweh“…

    Du hast recht, der Verkehr da oben ist wesentlich entspannter als hierzulande, auch wenn ich ihn nur aus dem Autofenster erleben durfte. Aber da spielt mit
    Sicherheit auch die geringere Verkehrsdichte und v.a. die entspanntere Mentalität der Sakndinavier eine Rolle.

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  2. Matthias K sagt am 25. 08. 2011 um 09:39

    Ich kann mich Lüder nur anschliessen. Das Fahrn ist da oben viel entspannter als bei uns. Das durfte ich letztes Jahr auf meiner Norwegenreise erleben.

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  3. maik sagt am 27. 08. 2011 um 02:33

    Sollte ich mal nach Schweden kommen oder dürfen, werde ich mich vertrauensvoll an Dich wenden 😉 .

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  4. Walter sagt am 30. 08. 2011 um 18:57

    Boah Schweden da macht fahren Spass. War diesen Sommer im Urlaub da, einfach klasse !
    Eigentlich träum ich ja noch von der Taxe die ich dort gesehen hab; E 200 CDI mit drei dicken „Lämpchen“ vorn dran, das wär`n „Dienstwagen“ !

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