Eindrücke

Hier mal ein paar Eindrücke der letzten Schwedentour..



So sieht ein Parkplatz an der E22 aus, lädt nicht gerade auf eine ruhige Nacht ein, man fährt besser weiter bis zur nächsten Ortschaft, dort sind meistens groß angelegte Rastplätze an den Ausfahrten, weit weg vom Durchgangsverkehr und oft auch mit Gastronomie. Die Preise sind allerdings exorbitant für unsere Verhältnisse, der Schwede verdient gut das Doppelte und dementsprechend ist auch das Verhältnis angesiedelt.



In Schweden gilt überwiegend Tempo 110, am Rande von Ortschaften und an Einmündungen oder Kreuzungen wird auf 70 begrenzt. Auch in den Ortschaften läuft der Verkehr mit 70, nur an Fußgängerüberwegen und Schulen wird auf 50 gedrosselt. Selbstverständlich wird die Geschwindigkeit auch kontrolliert, freundlicherweise weist man aber mit Schildern darauf hin. Und so sieht dann die fest installierte Radaranlage aus:


Auf dieser Runde habe ich die Fähre in Malmö nicht mehr bekommen und musste über Trelleborg fahren. War nicht gerade unangenehm, die Schiffe der TT-Line sind Passagierdampfer und gegenüber den rostigen Eimern der Finnlines der pure Luxus. Ich hatte eine Aussenkabine für mich allein und sogar das Essen war relativ genießbar ;).

Die „Nils Dacke“ braucht für die Überfahrt nach Travemünde nur etwas über 8 h, mit der Finnlines sind es eben über 10 h. Da ich ja in Trelleborg von 10.30 h bis 16.30 h Standzeit hatte, passte das perfekt in die Tour.

Die „Peter Pan“ kam uns kurz nach dem Auslaufen entgegen. Ich finde es allgemein erstaunlich, was auf der Ostsee für ein Verkehr herrscht, der Horizont ist voller Schiffe.

Was immer noch nicht passt, ist die Disposition. Oft werde ich hängen gelassen und stehe zuviel Zeit in der Pampa ab, um wirklich effektiv zu fahren. Kurzes Beispiel:
Gestern habe ich um 8.00 h angerufen in Schweden, ich hatte noch 2 Paletten an Bord, von denen eine nach Ahlen ging und die andere in die Nähe von Regensburg. Da ich ja nicht mit dem 40-Tonner bis nach Regensburg runter fahre für 40 kg, wollte ich wissen, wo die runter gehen soll. Um kurz vor 10.00 h war ich in Ahlen fertig mit Abladen und um 12.30 h (!) bekam ich die Abladeadresse für die 40 kg in Kamen. Dort habe ich dann nach einigem Nachfragen zumindest die grobe Richtung bekommen für meine Ladung heute und bin bis zum Rasthof Lichtendorf gezogen. Von da aus habe ich noch einmal Meldung gemacht und es hieß, ich bekomme die Ladeadresse dann später per SMS, ich könne ruhig schlafen gehen. Meine Schicht war zu ende, ich bin ja um Mitternacht in Lübeck von der Fähre gerollt. Heute Morgen dann habe ich als erstes auf mein Handy gesehen und es war natürlich keine SMS da. Also wieder in die Koje, noch 2 Stunden schlafen und dann Kaffee aufsetzen und in Richtung Hennef gestartet. Nun stehe ich auf einem Rasthof kurz vor Hennef und warte auf die Adresse. Vor 8.00 h ist das Büro in Schweden nicht besetzt, mein deutscher Disponent versucht gerade, die kompletten Ladeadressen für die Tour zu bekommen.

So geht viel Zeit ins Land, die ich irgendwo unnütz herumstehe, das ist bei dem Kilometerpreis eigentlich überhaupt nicht drin und schon gar nicht mit dem ollen Leihtrecker. Von daher betrachte ich die Sache momentan mit gemischten Gefühlen, wirtschaftlich ist eindeutig etwas anderes..


2 Kommentare

  1. Helli sagt am 21. 07. 2011 um 08:28

    Moin Actro!

    Schön mal wieder was von Dir zu lesen, wir waren kurz davor uns Sorgen zu machen 🙂

    Viele Grüsse, Helli und Karsten

    PS. Wir sind bis Sonntag beide in Lübeck, kannst Dich gern melden wenn Du mal in der Nähe bist 🙂

    Kommentar

  2. Sandra sagt am 21. 07. 2011 um 20:35

    Mitm Schiffchen tuckern würd ich auch gern mal wieder *seufz*

    Kommentar

Kommentare sind nicht erlaubt.