Die Polizei Hannover bittet um Mithilfe

Die Warschauer Allee ist eher weniger mein Revier, vielleicht hat ja einer meiner Leser zufällig etwas mitbekommen.

Hannover (ots) – In der vergangenen Nacht zwischen 00:00 und 06:00 (19.07. auf 20.07. ) Uhr ist ein schlafender 38-jähriger LKW-Fahrer auf dem Parkplatz der Raststätte „Lehrter See“ an der Bundesautobahn (BAB) 2 in Richtung Berlin von Unbekannten beraubt worden. Die Polizei sucht Zeugen.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 38-Jährige seine Zugmaschine mit Anhänger auf dem Parkplatz abgestellt und sich um Mitternacht in seiner Fahrerkabine schlafen gelegt. Gegen 06:00 Uhr stellte er fest, dass Unbekannte die Tür seines LKW aufgebrochen und aus der Fahrerkabine Fahrzeugpapiere, Geld und sein Handy entwendet hatten. Gegenüber den alarmierten Polizeibeamten erklärte er, dass er sich etwas benommen fühlen würde. Die Ermittler entdeckten daraufhin bei einer Spurensuche eine Beschädigung an dem Türgummi der Fahrertür und gehen davon aus, dass der oder die Täter zunächst ein unbekanntes Betäubungsmittel in den LKW leiteten und anschließend die Fahrertür aufbrachen. Die weiteren Ermittlungen auf dem Parkplatz ergaben, dass die Täter offensichtlich auf die gleiche Weise einen weiteren LKW-Fahrer berauben wollten. Der 29-jährige Fahrer eines Sattelzuges hatte sein Fahrzeug etwa zehn Meter vor dem LKW des 38-Jährigen geparkt. Auch hier stellten die Beamten eine Beschädigung am Türgummi und an der Fahrertür fest. In diesem Fall gelang es den Tätern aber offensichtlich nicht, die Tür aufzubrechen. Der 29-Jährige gab an, dass er zwischen 02:00 und 03:00 Uhr Geräusche an seinem Fahrzeug wahrgenommen habe, so dass die Taten möglicherweise in diesem Zeitraum verübt wurden. In der Nacht Montag auf Dienstag war es auf einem Parkplatz an der Raststätte Bockenem (BAB 7) zu fünf ähnlichen Taten gekommen, die Polizei prüft nun Zusammenhänge. Zeugen, die Hinweise zu den Taten oder den Tätern geben können, setzen sich bitte mit dem Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 in Verbindung. /hil

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Hannover
Holger Hilgenberg
Telefon: 0511 109 1042
Fax: 0511 109 1040
E-Mail: pressestelle@pd-h.polizei.niedersachsen.de
http://www.polizei.niedersachsen.de/dst/pdhan/

Gasüberfälle sind eine ganz üble Sache, vor allem, weil mit dem Leben des Überfallenen leichtfertig umgegangen wird. Die Türen lassen sich ja gegen Einbruch mit einem Spanngurt oder im Handel erhältlichen Türsicherungen schützen, es empfiehlt sich aber auf jeden Fall, die Dachluke oder ein Fenster einen Spalt weit geöffnet zu haben, damit sich das Gas schneller verdünnt. Ob sie das nun durchs Fenster oder eine durchstochene Türdichtung einleiten, macht keinen Unterschied.
Übrigens, ein Gaswarner kann Leben retten.

Ich vermeide es möglichst, in unsicheren Gegenden dunkel und einsam zu stehen, wobei das in diesem Fall dem Kollegen leider ja nichts genutzt hat. Im Ausland empfiehlt es sich, zwischen türkischen Fahrern zu stehen. Nicht nur sind sie sehr gastfreundlich und laden einen oft auf ein gut gewürztes Essen ein, wenn sie sich nicht sicher fühlen, patrouillieren sie in Schichten um ihre LKW, sicherer geht es kaum.
Man sollte immer dort parken, wo auch viele andere stehen und im dem Fall, dass einem etwas komisch vorkommt niemals selber eingreifen, sondern die 110 wählen. Ein Heldentod nutzt niemandem etwas..


5 Kommentare

  1. Sven sagt am 30. 07. 2011 um 22:40

    Nur gut, dass ich schon immer leicht paranoid war, und IMMER die Dachluke offenlasse, IMMER die Türen gegeneinander sichere (Spanngurt), und auch einen mobilen Gaswarner nutze (gibt es für schmales Geld bei Conrad.de). 😉

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  2. Ralf sagt am 30. 07. 2011 um 22:55

    Der von dir verlinkte Gaswarner reagiert aber nur auf Propan/Butan bzw. Kohlenmonoxid, oder? Für ein paar Euro mehr gibt es ja ein Gerät das auch vor KO-Gas warnt.

    Was auch hilfreich ist, sind zwei Arbeitsscheinwerfer und zwei Bewegungsmelder. Je ein Set aus Scheinwerfer und Bewegungsmelder über den Türen angebracht wirkt wohl auch schon recht abschreckend. Bei uns hatte letztens ein Sattel geladen der so eine Konstruktion am Auflieger hatte wegen den Planenschlitzern. Der Fahrer meinte das es recht gut wirkt.

    actro Antwort vom Juli 30th, 2011 23:13:

    Das ist gar keine schlechte Idee..

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  3. highwayfloh sagt am 03. 08. 2011 um 13:49

    @Ralf:

    gibts da dann nicht Probs. mit den Geräten, wenn die „aussenbords“ angebracht sind, mit den Durchfahrtshöhen, wenn die mal „echte“ „lichte““ 4,00 m beträgt? Je nachdem, wo diese Geräte am Fahrzeug / Auflieger angebracht sind…

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  4. Ralf sagt am 03. 08. 2011 um 19:59

    @highwayfloh:

    Also ich meinte schon Arbeitsscheinwerfer wie man sie für gewöhnlich am LKW hat. Kosten bei Winkler ca. 25-30 Euro. Keine von diesen 220Volt-Scheinwerfern wie man sie auf der Baustelle hat.

    Am Sattel/Koffer kannst du dir ein Scharnier an die Stirnwand bauen, dann kann man das ganze abends nach Außen schwenken. Ansonsten halt zu Einstecken in eine Halterung oder so.
    Ich habe zwei von den Scheinwerfern am Führerhaus, allerdings nach hinten gerichtet und ohne Bewegungsmelder. Am Führerhaus sollten sich also in der Regel Stellen finden wo man seine Scheinwerfer fest machen kann.

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