Tankstellenboykott

Mit dem LKW schwierig, aber umso leichter mit dem PKW umzusetzen. Ich mache mit.

Aktion Tankstellenboykott auf FaceBook

Zeit
Freitag, 18. März um 00:00 – 30. Juni um 03:00
Ort
Bundesweit
Erstellt von
Michael Breiden
Weitere Informationen
Ben Ali, Mubarak und Gaddafi haben auch gedacht, das bringt nichts.

Ab dem 18 März starten wir einen Tankboykott gegen Shell, Aral, Esso und Total, solange, also unbegrenzt, bis Super 1,30, E10 1,20 und Diesel 1,10 kosten.

Schließlich ist das in der Schweiz (Beispiel) auch so, es gibt auch Alternativmethoden, Diesel aus altem Plastik für 30 Cent herzustellen, diese finden aber keine Anwendung, da der Staat sie ja dann extrem besteuert, schließlich möchte er auf sein lukratives Geschäft nicht verzichten

Danach werden dann die anderen Tankriesen bestreikt!

Leute macht mit, das wird ein großer Spaß, so sehen unsere Politiker mal, das nicht alles geht. Das klappt auf jeden Fall, die Frage ist, ob deutsche fauler und bequemer sind als Tunesier, Ägypter und Libyer

Wir haben das selbst in der Hand, nur müssen wir konsequent streiken!

Bitte keine Kommentare wie, „das bringt doch nichts!“ oder so ähnlich.

In den oben erwähnten Ländern sind Menschen für Ihre Überzeugung gestorben, wir sprechen davon, bestimmte Tankstellen zu meiden, das ist wirklich kein großer Akt. Wenn man es nicht macht, wird man auch nicht erfahren, ob es was bringt oder nicht!


9 Kommentare

  1. steamme sagt am 12. 03. 2011 um 23:27

    Was soll das bringen? Die Weltweit operrierenden Firmen Shell, Aral, Esso und Total wird es kaum bis gar nicht kratzen wenn vieleicht 100.000 leute aufhören zu Tanken. Jeder muss früher oder später jeder wieder irgendwelchen Kraftstoff kaufen. Sei es für die Öl-Heizung, den Rasenmäher oder für das Notstromagregat für die nächste Fußballübertragung im freien.

    Den wirklichen Schaden solcher Aktionen haben doch vielmehr die Tankstellen Pächter. Viel sinnvoller wäre es sich bei unserem Staat zu beschweren. 52% des Preies für Kraftstoff setzen sich aus Steuern zusammen. Eine einfache Online-Petition würde schon den Anfang machen.

    Aber das wäre ja Arbeit und sich über den status qou zu auszulassen und darüber zu wettern ist ja viel einfacher.

    Weiterhin KANN man sich selbst größtenteils von Kraftstoffen auf Öl-Basis unabhänig machen. Autogas wäre ein Anfang 😉

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  2. Björn sagt am 13. 03. 2011 um 00:16

    Vor kurzem hab ich darüber eine debatte bei Phoenix gesehen. Dort war auch irgendein Sachverständiger eines in Deutschland ansässigen Automobilclubs.

    Der sagte das solch ein Boykott in Deutschland überhaupt keinen Sinn hat. Der Grund ist, dass es immer welche geben wird die dort weiter tanken. Des weiteren beziehen die kleinen Tankstellenpächter den Sprit auch von BP, Shell oder Total. Daher betrifft es weniger die großen Konzerne sondern nur die Tankstellen.

    Und noch dazu kommt dass ich mir das tanken damit schwerer mache. Bei einem PKW ist der Unterschied zwischen einem oder zwei Cent nunmal kaum spürbar.

    Kommentar

  3. Ralf sagt am 13. 03. 2011 um 00:41

    Ich bin ja ein Mensch der analytisch und vorrausschauend arbeiten muss (im „Zweitberuf“ 😉 ). Mal kurz überlegen was passieren würde wenn tatsächlich, sagen wir mal 60 oder 70% der Autofahrer in den Tankstreik gehen.

    Als erstes würde es die Tankstellenpächter treffen. Die Mineralölkonzerne haben Milliarden Euro an Rücklagen. BP hat es ja kaum gejuckt das ihre Bohrplattform Deepwater Horizon abgesoffen ist. Selbst die Reperaturzahlungen haben sie nur zähneknirschend hingenommen. Da war nicht einmal im Ansatz davon die Ree das der Konzern vielleicht pleite gehen könnte.
    Welcher Tankstellenpächter hat schon etliche tausend Euro um einen Monatelangen Verlust auszugleichen? Tankstellenpächter verdienen 1-2 Cent an jeden Liter Sprit den sie verkaufen.

    Dann wäre natürlich die Frage wie hoch denn in der Schweiz die Mineralölsteuer ist. Wenn mich meine Quick-Recherche im Internet nicht täuscht, beträgt die Mineralölsteuer in der Schweiz für 1.000 Liter Benzin rund 566 Euro. Oder umgerechnet, ca. 57 Cent je Liter.
    In Deutschland zahlen wir mit rund 66 Cent nur unwesentlich mehr. Allerdings muss man in Deutschland noch die Umsatzsteuer dazu rechnen. Das sind bei 1,20-1,30 Euro rund 22-24 Cent.
    Das der Kraftstoff in der Schweiz brutto also irgendwie günstiger sein soll, ist eine sehr gewagte Behauptung.

    Man könnte natürlich versuchen die Politiker durch einen Tankstreik dazu zu bewegen die Mineralölsteuer zu senken und Kraftstoffe wie Lebensmittel mit lediglich 7% Umsatzsteuer zu besteuern. OK, sind diejenigen im Vorteil, die sich Autos für 100tsd Euro leisten können welche i.d.R. weit mehr als 15Liter/100km verbrauchen.
    Blöd für alle die, die z.B. kein Auto haben und den Steuerverlust z.B. durch eine Erhöhung des ermäßigten Steuersatzes von 7 auf 10% (alle Lebensmittel werden teurer) ausbaden müssen.
    So macht man dann die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer.

    Wie wäre es denn mal mit einem Autofreien Sonntag? So ganz freiwillig und ohne Protest. Wie wäre es mal mit sparsameren Autos anstatt spritfressenden Kutschen?
    Preise richten sich immer nach Angebot und Nachfrage. So lange Rohöl hauptsächlich in Krisengebieten gefördert wird (Nigeria, Naher Osten, Südamerika, usw.), wird das Angebot überschaubar bleiben. Muss man also die Nachfrage senken damit der Preis nach unten rutscht. Das kann man aber wohl kaum mit einen kurzfristigen Streik erreichen, denn der Preis würde mit der ansteigenden Nachfrage nach dem Streik ebenfalls wieder ansteigen. Sowas kann nur jeder einzelne dadurch erreichen, indem er mit den Ressourcen sparsamer umgeht…

    DisastersMaster Antwort vom März 13th, 2011 10:25:

    @Ralf, „[..] Preise richten sich immer nach Angebot und Nachfrage. So lange Rohöl hauptsächlich in Krisengebieten gefördert wird (Nigeria, Naher Osten, Südamerika, usw.), wird das Angebot überschaubar bleiben. Muss man also die Nachfrage senken damit der Preis nach unten rutscht. Das kann man aber wohl kaum mit einen kurzfristigen Streik erreichen, denn der Preis würde mit der ansteigenden Nachfrage nach dem Streik ebenfalls wieder ansteigen. Sowas kann nur jeder einzelne dadurch erreichen, indem er mit den Ressourcen sparsamer umgeht…“

    Das mit dem Angebot und der Nachfrage stimmt in diesem speziellen Fall leider nur sehr begrenzt.
    Fakt ist, dass die Amerikaner bereits Ende der 1. Hälfte des 20. Jhdts. bemerkt haben, dass die in ihrem Land lagernden Erdöl-Reserven irgendwie dem Ende entgegen gehen.
    Kurz darauf, in den 1940ern, wurden die unglaublich riesigen Erdölfelder in Saudi-Arabien entdeckt. Man wusste schon im Altertum, dass es auf der arabischen Halbinsel Erdöl gibt. Der Mythos der nie verlöschenden Flamme kommt nicht von ungefähr.
    In der zweiten Hälfte des 2. Jhdts. hat die USA zahlreiche, teilweise geheime, Abkommen mit Saudi-Arabien und anderen Erdölstaaten geschlossen, in denen die USA als bevorzugt belieferter Kunde sstand. Um nur ein Beispiel zu nennen: Im Vietnam-Krieg haben die OPEC-Staaten die USA bestreikt und kein Öl nach Amerika geliefert. Alle Staaten haben sich daran gehalten, außer Saudi-Arabien. Die Saudis haben heimlich weiterhin Öl nach Vietnam geliefert.
    Seit ungefähr 1970 weiß man, dass die Ölreserven nicht unerschöpflich, sondern endlich sind.
    Genau seit 1970 versucht man auch gezielt zu verschleiern, dass dem so ist. Die Folge ist, dass inzwischen niemand mehr gesicherte Daten darüber hat, wieviel Öl es tatsächlich gibt.
    Seit den 1980er Jahren hat man damit begonnen, Erdöl aus der Nordsee und anderen Meeren zu fördern. Warum hat man das nicht schon eher gemacht? Schließlich wusste man seit Jahren, dass in der Nordsee Erdöl- und Erdgas-Lagerstätten sind. Ganz einfach. Inzwischen war der Erdölpreis an der Tankstelle so hoch geworden, dass es sich lohnte auch diese vorher als zu gefährlich, zu kompliziert und zu unlukrativ eingestuften Fördermethoden nicht mehr als unlukrativ einzustufen. Norwegen ist damit übrigens reich geworden, denn nicht nur die ersten, sondern auch jetzt noch die meisten Erdölförderanlagen in der Nordsee stehen auf norwegischem Hoheitsgebiet oder kommen von norwegischen Investoren/Firmen.
    Der gleiche Grund gilt für die Förderung von Eröl in immer größeren Tiefen. Inzwischen sind wir ja lange nicht mehr im Off-Shore-Bereich, sondern kratzen durchaus an der Tiefsee.
    Um 1990 war der letzte große Erdöllieferant, neben Saudis, die die Amerikaner jedoch in der Tasche hatten, der Irak und der Iran. Da der Irak jedoch von einem sogenannten Despoten regiert wurde, der in erster Linie nicht mit den Amerikanern über bevorzugte Öllieferungen verhandelte und auch in der OPEC immer mal wieder Stimmung machte oder zumindest niemals dagegen war, wenn es um die Drosselung der Fördermenge ging, musste dieser Regierungschef aus dem Weg geschafft werden.
    Einen guten Ansatz lieferte er, als der Despot die Erdölfelder von Kuweit, wohlgemerkt nur die Erdölfelder, besetzte. Das war der Auslöser für den ersten Krieg gegen den Irak. Anschließend wurde ein Jahrzehntelanges Embargo gegen den Irak verhängt. Man wollte das Land ausbluten lassen und hoffte so, den Despoten stürzen zu können, ohne einen Finger gerührt zu haben.
    Naja. Das Ende dieses Teils der Geschichte kennt jeder. Der zweite Irak-Krieg, diesmal mit Einwanderung in den Irak und Sturz der Regierung.
    In den 1990ern hat man damit begonnen, weitere vorher als unlukrativ eingestufte Verfahren zur Rohölgewinnung umzusetzen. Gemeint ist hier unter anderem die Gewinnung von Erdöl aus sogenanntem Öl-Sand z.B. in Canada oder Alaska. Auch hier gilt: Es ist schon sehr lange bekannt, dass hier Erdöl lagert. Jedoch ist dieses Erdöl stark verunreinigt und eher eine Art Schlamm. Dieses Öl wird übrigens im Tagebau abgebaut. Einfach den Sand abschürfen und dann das Öl vom Sand trennen. Das geschieht mit sehr aufwändigen, teuren und vor allem giftigen Verfahren. Der Sand ist hinterher Sondermüll der übelsten Sorte. Trotzdem lohnt sich die Gewinnung von Erdöl aus Ölsand immer mehr.

    Um mal zum Ende zu kommen: Die höchste Förderrate von Rohöl in der Geschichte der Menschheit wurde in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts erreicht. Seitdem sinkt die Förderrate kontinuierlich. Die Saudis pumpen inzwischen flüssige Substanzen in ihre Bohrlöcher, um den Druck in den Reservoirs aufrechtzuerhalten und das Öl abpumpen zu können. Das ist das allererste Anzeichen dafür, dass die Reservoirs so gut wie leer sind und auf jeden Fall nicht mehr unter einem Überdruck stehen, wie es bisher immer der Fall war.
    Das Angebot von Rohöl wird also nicht unbedingt künstlich verknappt. Es ist eine unumstößliche Tatsache, dass die Reserven zur Neige gehen. Durch die gezielte Fehlinformationspolitik der amerikanischen Ölmultis in den 1970er Jahren, weiß man zwar, dass die Reserven zur Ende gehen, aber nicht ob in 20, 30 oder vlt. auch erst in 50 Jahren – es gibt keine genauen Zahlen und die Zahlen, die man hat, schwanken in Gößenordnungen von mehreren 100 Milliarden Barrel Rohöl.
    Wir haben also folgenden Fakt: Wir haben eine steigende Nachfrage bei einem sinkenden Angebot. Die daraus Resultierende ist die hier diskutierte und in allen Lehrbüchern nachlesbare.

    BTW: Die Gewinnung von Diesel und Benzin aus nicht Rohölen hatten die Deutschen bereits in den 1930er Jahren zur Marktreife gebracht, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Kohleverfl%C3%BCssigung . Sie benötigten zur Synthese Wasserstoff, der jedoch in großen Mengen nur von amerikanischen Firmen wie z.B. DuPont hergestellt und geliefert werden konnte. Ein guter Teil der deutschen Kohle im Ruhrgebiet wurde zu Diesel für deutsche Panzer synthetisiert. Das synthetisierte Benzin war jedoch nicht so gut wie das aus Erdöl gewonnene Benzin. Flugzeuge konnten damit z.B. überhaupt nicht umgehen. Die Diesel- und Otto-Motoren konnten damit einigermaßen umgehen.
    Kommt euch das nicht bekannt vor? Benzingewinnung aus Nichtrohöl? Und auch die Nebeneffekte, wie weniger Energiedichte, erhöhter Verschleiß von Motorteilen, Unverträglichleit für bestimmte Motoren usw.

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  4. Joe sagt am 13. 03. 2011 um 14:25

    Tjoa, mein Problem ist, daß ich auf die Karre angewiesen bin und es in meinem näheren Umfeld ausschliesslich Zapfsäulen der benannten Unternehmen bzw Subunternehmen gibt. Selbst die freien Tankstellen beziehen irgendwoher ihren Sprit und hier in der Gegend hängen die alle an den großen Mineralölkonzernen.
    Selbst auf die Bahn umsteigen würde nichts bringen, da diese tlw auch Diesel-Loks einsetzt, welche, richtig, von besagten Unternehmen, zwar im großen Stil, aber eben beliefert werden.
    Schlussendlich geht es den Mineralölkonzernen eh am Allerwertesten vorbei. Die, welche drunter leiden, sind die Pächter, die am wenigsten Gewinn an der Marge machen.
    Frag mal unsre liebe Bundesregierung, wieviel % sie pro Liter einsteckt. Es ist nämlich nicht zwangsweise die ach so üble Mineralölindustrie, welche die Preise so hoch hält, nein, es ist auch unsere Regierung, die, wenn ich mich nicht irre, mehr als zwei Drittel des Preises einsackt.
    Somit sollten wir ggf. mal auf die Straße gehen und unsre liebe Bundesregierung ein wenig … ach wat red ick. Nicht in Deutschland….

    Björn Antwort vom März 13th, 2011 16:52:

    @Joe, Ich wollts gerade sagen!! Seit wann bringt es etwas wenn wir auf die Straße gehen. Es hat bei Hartz 4 nix gebracht, es hat bei Stuttgart 21 nix gebracht, also wird es auch in Zukunft nix bringen.

    Für Politiker sind nur Wahlen entscheident. Sind diese durch, ziehen die Ihr Ding durch, ganz egal was der Rest der Republik davon hält.

    Dafür gibts mehr als genug Beispiele!

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  5. Andreas sagt am 15. 03. 2011 um 11:56

    ALSO MITMACHEN UND MAL EINEN TAG Z.B. BERLIN, HAMBURG, MÜNCHEN MIT AUTOS ABRIEGELN UND AUTOBAHNEN DICHT MACHEN Z.B. A9, A1, A5, A3, ICH DENKE MAL DAS DA BESTIMMT AUCH VIELE LKW FAHRER MITMACHEN. MUNDPRPAGANDA IST UND WAR SCHON IMMER DAS BESTE. ALSO LEUTE NICHT MEHR LANGE WARTEN UND RUMERZÄHLEN DAMIT SICH BALD WAS TUT. LG

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  6. Andreas sagt am 15. 03. 2011 um 12:00

    @Björn auf die Strasse gehen Bringt schon was aber bei Hartz 4 waren es lediglich insgesamt 100000 was aber auch nur über ein paar Wochen angehalten hat wenn alle die gegangen wären die es betrifft ca. 3000000 dann wäre auch was passiert. Aber ich finde in diesem Staat bringt nur noch rihe gewalt was.

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  7. J. M. sagt am 17. 03. 2011 um 17:44

    mein persönlicher Protest: mit dem Rad 9 kam weit zur Arbeit und zurück fahren und Sonntags das Auto stehen lassen. Ich werde bei der Aktion mitmachen. Trotz allem schlauen Gerede, denn alles hinnehmen muss der Endverbraucher, der eine 5-köpfige Familie zu versorgen hat, auch nicht. Macht mit!

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