5 vor Seekrank

Gestern war es ein wenig windig im Norden. Starkregen und dazu einige ziemlich üble Windböen 7-8. Ich war unterwegs auf der A24 von Ratzeburg nach Hamburg mit 2 Wohncontainern, als der Wind so richtig in die beiden Dinger pfiff. Das Heck vom Chassis lief über 1 Meter neben der Spur und ich hatte das unangenehme Gefühl, gleich nur noch auf einer Seite Bodenkontakt zu haben.

Im Zuge meiner Ausbildung durfte ich einen zu 60% geladenen Tankauflieger mit Stützrädern auf der Schleuderfläche „umkippen“ und kenne daher dieses komische Gefühl. Weit war ich nicht mehr von dem Punkt entfernt..


14 Kommentare

  1. Joe sagt am 21. 10. 2010 um 11:38

    Ahem … ja.
    Nur mal aus reiner Neugier: gibt es für die Dinger zufällig die Möglichkeit, die ‚kleine Öffnung‘ zwischen den Rahmen ein wenig zu verschliessen?
    Ich mein ja nur … ’n bissl mehr Wasser auf der Bahn und konstanter Wind, so kannst Du fast segeln 😉

    Joe Antwort vom Oktober 21st, 2010 11:40:

    @Joe, Nachtrag:
    Ich weiss nemmer, bei wem ich das gesehen hab, aber es gibt neue Auflieger, die nicht mehr einige Tonnen wiegen, sondern nur noch was bei 600KG. Hättest Du die Container da drauf gehabt – gute Nacht.

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  2. Alice sagt am 22. 10. 2010 um 06:22

    Bricht in dem Fall eigentlich eher der Bolzen im Sattel, oder reißt es den Trecker dann auch um?

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  3. actro sagt am 22. 10. 2010 um 07:25

    Da geht beides hops. So ein Königsbolzen kann nen ziemlichen Stiefel vertragen, der bricht nicht..

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  4. Björn sagt am 22. 10. 2010 um 10:07

    Ganz im Gegenteil. Es gab schon Bilder wo ein LKW über der Brücke hang und nurnoch vom Königsbolzen festgehalten wurde. Glaube dass dieser nur bricht wenn es einen Materialfehler gibt oder dieser einen Riss hat.

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  5. truckstop24.net sagt am 22. 10. 2010 um 12:54

    Mal sollte sich immer vor Augen halten, dass an diesem Königsbolzen das ganze Gewicht des Aufliegers hängt – ich habe schon Züge gesehen, die sind voll beladen in die massive Betonwand rein, die Zugmaschine war als solche nicht mehr zu identifizieren, aber der Bolzen (samt Auflieger) war immernoch da, wo er hingehört.

    Auch die Pilze sind übrigens das allerletzte was nachgibt. Das ist ja das Problem bei Wechselbrückenzügen, die auf Hindernisse stoßen. Bei einer aufgenommenen Metallwechselbrücke bleibt diese garantiert genau da stehen, auch wenn man mit 90 Dinger vor eine Wand ballert. D.h., das Fahrerhaus wird definitiv pulverisiert, da dieses die einzige Knautschzone ist. Nur bei Plane hat man da noch eine Chance, da sich hier im Zweifelsfalle die Ladung auch zur Seite verabschieden kann, und somit die schiebende Masse nachhaltig reduziert wird.

    Aus dieser Sicht schon recht zweifelhaft, mit welch minimalistischem „Sicherheitsabstand“ manche Kollegen mit Metallkoffern unterwegs sind. Da sieht man, dass viele sich der Masse noch nichteinmal im Ansatz bewusst sind.

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  6. actro sagt am 22. 10. 2010 um 19:38

    Och..Brückenkallis brennen doch sowieso alle ein bißchen 😉 Die fahren so, wie man es uns Dosenwerfern nachsagt..*nicknick*

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  7. truckstop24.net sagt am 22. 10. 2010 um 20:01

    Aha. *trampel*
    Nur gut, dass ich kein typischer Brückenkalli war/bin/sein werde, denn mein Hintern war mir schon immer heilig.

    Aber wieso wird aus einem „N“ nach der Moderation ein „L“??? *dummguck*
    Läuft Dein CMS Amok? :mrgreen:

    Und sach nich, dass ich das SO eingegeben habe – ich hatte 7 Stunden Zeit, mir meinen Kommentar zu betrachten. 😉

    BTW: Du kriegst gleich ne Mail mit ’ner Nummer … Du weisst ja, ich bin extreeeeeem neugierig. :mrgreen:

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  8. Björn sagt am 22. 10. 2010 um 21:35

    Das ist doch egal ob Brückenkalli, Dosenwerfer, Frigokutscher oder sonstwas. Die brennen alle nicht ganz richtig. Von daher…. ^^

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  9. Spacefalcon sagt am 22. 10. 2010 um 21:58

    Wenn ich das jetzt sage, was ich jetzt denke, dann würde ich umgebracht. 🙂

    Also sage ich es frei von der Leber weg…

    Container- und Brückenfahrer, die haben sie beide nicht ganz beisammen, bei deren jeweiliger Fahrweise *g*

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  10. Sandra sagt am 22. 10. 2010 um 22:13

    Ich hatte vorn paar Monaten das vergnügen einen Königszapfen zu sehen der 3200 Tonnen „bedient“

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  11. truckstop24.net sagt am 22. 10. 2010 um 23:22

    Pah, Nahverkehrskutscher! :mrgreen:

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  12. maik sagt am 22. 10. 2010 um 23:51

    @Sandra: Welche Frau wiegt 3 200 Tonnen?

    Aber mal im ernst: Vor zehn Jahren oder so fegte über Norddeutschland ein Orkan mit 160 Stundenkilometern hinweg.
    Ich war an diesem Tag mit einem Möbelkoffer hintendran auf dem Weg nach Dänemark.

    Im Radio warnte man bereits seit Stunden, die Brücke an der A7 über den Nord/Ostseekanal mit leeren Anhänger zu benutzen.
    Aber stur wie ich war, ignorierte ich diese Warnung. Bereits wenige Meter auf der Brücke ärgerte ich mich über meinen Entschluß.
    Ich fuhr im Schritttempo darüber und starb sprichwörtlich tausend Tote. Meine Hände krallten sich in’s Lenkrad und der Schweiß lief mir bächeweise den Körper hinunter.

    Später auf der A7 das gleiche wie bei actro >>>Das Heck vom Chassis lief über 1 Meter neben der Spur. Ich nutzte die Mitte der Autobahn.
    Ein Polizeiwagen fuhr mit Blaulicht hinter mir her und sperrte die Autobahn – kein Scherz. Ich blieb dann unter einer Brücke stehen, da war es einigermassen ok. Richtung Süden stand auch bereits einer, der es vorzug, die Nacht da zu verbringen.
    Verkehr war an diesem Tag eh kaum.

    An mir fuhren Planenzüge vorbei, deren Dach vom Sturm aufgerissen war. Sehenswert war es schon.

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  13. Sandra sagt am 23. 10. 2010 um 11:29

    Eine weiße Riesin in der Eifel Spannweite 100m… http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/05/Effelsberg_total2.jpg

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