Mein neuer Heimserver..

Nachdem ja vor einiger Zeit meine Slut den Dienst quittiert hat, war ich auf der Suche nach einer Alternative und habe diese auch gefunden:

Der 20€-Server

Schnell bei Atelco in Raisdorf gehalten und so ein Dings eingepackt. Kurz nachdem ich zuhause war die Internetverbindung gekappt und schnell per SSH auf die kleine Kiste, das Auto-Update abschalten.
Dann habe ich mich an die Anleitung von Falk gehalten und das Kistchen auf Debian Lenny umgestellt. Die Slut lief bei mir ja auch „unslung“ mit einem Debian-Linux.

Hat alles wunderbar geklappt und ich muß sagen, ich bin hellauf begeistert, wie angenehm flink die Dockingstation ihren Dienst versieht.

Darauf laufen jetzt:

Noch dazu greife ich von den hier im Hause stehenden Linux- und BSD-Rechnern per NFS darauf zu. Selbstverständlich auch von meinem Medienserver unter dem Fernseher. Beide an der Station hängenden USB-Platten unterstützen Spindown, so daß der Stromverbrauch im Ruhezustand echt minimal ist.

Ich bin rundherum zufrieden und kann dieses Schmuckstück nur wärmstens weiterempfehlen.

Hier nochmal die Hardwareübersicht:

1,2 Ghz Marvell CPU
128 MB RAM
256 MB Flash (vorinstalliertes PlugOS)
1x Gigabit Ethernet
4 USB Ports (1 Mini USB als Dock)

Daran jetzt 1 2GB USB-Stick als Bootlaufwerk mit Debian Lenny und 2 USB-Platten 3,5″ als Datenhalde.


11 Kommentare

  1. Falk sagt am 21. 09. 2010 um 19:51

    Hallo Matthias,

    hey, ich freue mich immer noch wie ein Kind bei jedem Backlink. Danke! 🙂

    Hast du vielleicht schon eine ordentliche Strommessung der Dockstar?

    Meine Dockstar wird die nächsten Tage eine VDE-Messung und Klassifizierung in eine der Schutzklassen über sich ergehen lassen müssen.

    Hast du bestimmte Systemeinstellungen für einen besseren Betrieb mit deinen Anwendungen angepasst (/etc/sysctl.conf, Netzwerkpuffer, E/A-Scheduler)?

    Grüße

    actro Antwort vom September 21st, 2010 20:51:

    Zu recht, Falk 😉 Gemessen und getunt habe ich noch nichts, aber Du weißt ja selber wie das ist, man bastelt ja doch in jeder freien Minute an so einem Ding herum. Da wird sich sicher noch einiges tun, ich tweake gerade ein wenig an der Festplattenperformance herum, muß aber sagen, daß ich mit der Geschwindigkeit der kleinen Kiste echt super zufrieden bin. Es wird sicher noch der eine oder andere Artikel dazu folgen..

    @Jay: Klar kannste da Gentoo draufdudeln. Sobald Uboot sauber drauf geflasht ist, kannst Du booten, was Du willst. Gentoo hat ja auch einen schönen ARM-Zweig, allerdings würde ich da eventuell doch Crosscompilen, der Prozessor ist ja nicht sooo der Renner.

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  2. Jay2k1 sagt am 21. 09. 2010 um 20:06

    Geile Sache, meinste da bekommt man auch gentoo zum laufen?

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  3. linuxnetzer sagt am 21. 09. 2010 um 23:57

    Sehr interessant, davon hatte ich schon mal gelesen. Verstehe ich das richtig, dass das Ding quasi ohne Platte kommt und alles über hinzugefügte USB-Anschlüsse erweitert wird?

    Sehr interessieren würde mich auch, wie sich diese Erweiterungen auf den Stromverbrauch auswirken.

    Es wäre super, wenn Du hier in naher Zukunft nochmal über Deine Erfahrungen berichten würdest.

    actro Antwort vom September 22nd, 2010 17:26:

    Ja, das hast Du richtig gelesen. Das Dings hat 3 normale USB-Anschlüsse und einen Mini-USB, wobei ich den wohl rauswerfen werde und durch einen normalen ersetzen.
    Das Debian hab ich auf dem Stick und die beiden Platten sind Datenhalde. Ich mache gerade eine Langzeitmessung am Sekundärausgang der Netzteile, um die effektive Stromaufnahme zu testen, danach ist eine Messung auf der Primärseite geplant. Bis jetzt liege ich rechnerisch bei kurz über 6 W unter Last und 3,6 W Ruhestromaufnahme. Wobei Ruhe relativ ist, die Platten sind dann spindown, aber da dort ja ein BIND9 drauf läuft, geht der Rechner da drinnen ja nicht schlafen.
    Ich überlege gerade, ob ich alles über ein gemeinsames Schaltnetzteil speisen werde und dem ganzen vielleicht über ein gemeinsames Metallgehäuse noch einen akzeptablen WAF verpasse 😉

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  4. Sandra sagt am 22. 09. 2010 um 17:46

    WAF ich lach mich grad schlapp. Is das ernst gemeint das man was hübsch machen muss was nur in ner ecke steht? oder wird da eher der männliche Spieltrieb befriedigt?

    actro Antwort vom September 22nd, 2010 18:53:

    Nee..das ist schon ernst gemeint. Frauen beurteilen das Spielzeug des Mannes immer irgendwie nach dem Aussehen, weniger nach der Zweckmäßigkeit. Ein MAC hat auch eindeutig einen höheren WAF wie ein PC von der Stange..

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  5. Sandra sagt am 22. 09. 2010 um 19:26

    Gut dann bin ich keine Frau -.-

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  6. Falk sagt am 24. 09. 2010 um 13:57

    Hallo,

    damit die Dockstar hier an der Uni im Rechnerraum in Betrieb genommen werden durfte musste sie eine VDE Pruefung ueber sich ergehen lassen. In meinem Blog-Artikel hab ich mal das Ergebnis hinzugefuegt.Deine 3,9 Watt halte ich nach dem Test fuer etwas wenig.
    actro, kannst du das irgendwie dokumentieren, so dass es zitierfaehig ist? Waere super!

    Fuer dein Metallgehause bietet sich eine Dose aus dem 3er Set von Metalldosen bei IKEA an. Billig und fuer mini-ITX NAS-Server schon getestet. Das Metall laesst sich wohl so gut biegen, dass Festplatten befestigt werden koennen.

    Sandra, der WAF ist oft auch nur ein Synonym fuer „die Richtige Loesung ™“, ein Begriff aus den alten Usenet-Zeiten.

    Gruesse

    actro Antwort vom September 24th, 2010 16:10:

    Noch nicht, Falk. Ich lasse die Messung weiterhin laufen und ermittele dann einen Mittelwert zum hochrechnen. Stresstest steht ja auch noch aus.. Sobald ich mehr Zahlen habe, bereite ich das mal hübsch auf und blogge es.
    Die Messungen erfolgen alle im Niederspannungsbereich der Sekundärseite. Ich will ja später auf ein Steckernetzteil komplett verzichten, die Kiste steht bei mir im Shack, da ist ja alles an Niederspannung eh vorhanden für die Funkgeräte/Modems/Konverter, da lege ich das dann irgendwann direkt mit auf. Aber zuerst das Gehäuse.
    Die Dosen sehen gut aus, ja, vor allem helfen sie, das QRN zu drücken, weil man sie schön erden kann. Mal schauen, was sich da mit ein paar Alurahmen und Winkeln draus machen lässt..

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  7. Till sagt am 28. 09. 2010 um 17:33

    Ich habe euren intensiven Test mit großen Vergnügen gelesen und mich überzeugen lassen, die jetzt 25,- Euro auch mal zu investieren. Eine noch günstigere Alternative ist kaum denkbar. Bin gespannt auf die Messergebnisse von @actro

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