Archiv von 'September, 2010'

Betriebsbedingte fristlose Kündigung

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
sehr geehrte Ministerinnen und Minister,

wir, das Volk, teilen Ihnen hiermit mit, dass wir Ihre Arbeitsverträge mit sofortiger Wirkung aufgrund betrieblicher, volkswirtschaftlicher und sozialer Gründe kündigen.
Sie verlieren hiermit sämtliche Ansprüche aus diesen Arbeitsverträgen.

Ebenfalls können wir für Ihre Pensionen, Diäten, steuerfreie Zuschläge und sonstige Leistungen nicht mehr aufkommen. Dies ist eine Notmaßnahme, da unser Betrieb – der deutsche Staat – kurz vor der Insolvenz steht.

  • Leider haben Sie als Geschäftsführer_innen in den vergangenenen Monaten die Finanzsituation des Betriebs “deutscher Staat” über die Maßen strapaziert und verschärft, z.B. indem Sie unsinnige Geldzuwendungen an marode, angeblich “systemrelevante” Subunternehmen wie die Hypo Real Estate Bank, fließen ließen.
  • Sie haben die Arbeitsplatzsituation verschärft, dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen in 400 € Jobs arbeiten müssen, oder nur befristet beschäftigt sind.
  • Sie haben es nicht geschafft, die Finanzen so einzuteilen, dass für die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen genug Geld zur Verfügung steht.
  • Sie haben die gesetzlichen Krankenversicherung zu einer Armutsfalle gemacht, Sie haben der Pharmaindustrie – als einer starken Lobby – sowie auch den Apothekern reichliche Geldgeschenke gemacht.
  • Sie haben der Hotellerie Geldgeschenke gemacht.
  • Sie haben der Atomwirtschaft Geldgeschenke gemacht.
  • Sie haben den Banken Geldgeschenke gemacht und Rechtsvorteile verschafft, ohne auch nur im geringsten dafür zu sorgen, dass neuerliche Finanzjonglagen nicht stattfinden können.
  • Sie haben keine Finanztransaktionssteuer eingeführt.
  • Sie wollten (und wollen noch immer) die Vorratsdatenspeicherung, die zahlreichen Gesetzen widerspricht.
  • Sie wollten (und wollen noch immer) die Einführung von Ganzkörperscannern, obwohl sie die Sicherheit nicht verbessern.
  • Sie haben ein sog. “Sparpaket” gepackt, dessen Folgen unsere Kinder noch tragen dürfen.
  • Sie haben das soziale Klima in unserem Betrieb “deutscher Staat” durch Ihre Äußerungen zum Thema “spätrömische Dekadenz” vergiftet.
  • Diese Aufzählung ist unvollständig. Eine vollständige Aufzählung würde jedoch den Rahmen dieses Kündigungsschreibens sprengen.

All dies haben Sie ohne Zustimmung des Arbeitgebers, des Volkes, getan, obwohl Ihr Arbeitsvertrag Ihnen ausdrücklich vorschreibt,

Ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen, seinen Nutzen zu mehren, Schaden von ihm abzuwenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes zu wahren und zu verteidigen, Ihre Pflichten gewissenhaft zu erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben.

(Amtseid der Minister_innen)

Da das Bundesverfassungsgericht eindeutig festgestellt hat, dass die

Freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Art. 21 II GG ist eine Ordnung ist, die unter Ausschluss jeglicher Gewalt und Willkürherrschaft eine rechtsstaatliche Herrschaftsordnung auf der Grundlage der Selbstbestimmung des Volkes nach dem Willen der jeweiligen Mehrheit und der Freiheit und Gleichheit darstellt. Zu den grundlegenden Prinzipien dieser Ordnung sind mindestens zu rechnen: die Achtung vor den im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechten, vor allem vor dem Recht der Persönlichkeit auf Leben und freie Entfaltung, die Volkssouveränität, die Gewaltenteilung, die Verantwortlichkeit der Regierung, die Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, die Unabhängigkeit der Gerichte, das Mehrparteienprinzip und die Chancengleichheit für alle politischen Parteien mit dem Recht auf verfassungsmäßige Bildung und Ausübung einer Opposition.“

(BundesVerfG 1952)

bleibt uns leider nichts anderes übrig, als unsere Volkssouveränität auszuüben, die Willkürherrschaft zu beenden und Sie als gewählte Geschäftsführer_innen für die Nichterfüllung Ihrer Pflichten zur Rechenschaft zu ziehen.

Sie sind für unseren Betrieb untragbar. Ab sofort werden wir, das deutsche Volk, die Geschäftsführung selbst übernehmen.


Qualifiziertes Arbeitszeugnis

Oben genannte Personen waren vom 27.09.2009 bis zum 27.09.2010 als Bundesregierung des deutschen Volkes in unseren Diensten. Die Kündigung erfolgte aus betrieblichen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen.

Zu ihren Aufgaben gehörten:

1. Einhaltung der Grundrechte
2. Sicherstellung der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung
3. Gewährleistung des Rechtsstaatsprinzips
4. Gewährleistung des Sozialstaatsprinzips
5. Gewährleistung der Daseinsvorsorge
6. Gewährleistung der Gewaltenteilung
7. Sicherung des Bundesstaates
8. Sicherung der Sozialen Marktwirtschaft

Sie haben sich bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden und die Zielvorgaben zu erfüllen. Ihr Engagement war im Großen und Ganzen angemessen. Sie suchten stets nach guten und kostengünstigen Lösungen. Für Ihre Arbeit zeigten Sie meist Interesse. Sie versuchten nach Kräften, die Leistungen zu erbringen, die eine Anstellung in dieser Position erfordert. Ihre Arbeitsqualität entsprach meist noch den Anforderungen. Sie waren um zuverlässige Arbeitsweise bemüht. Sie waren stets bemüht, den normalen Arbeitsaufwand zu bewältigen. Sie waren bestrebt, die Kassenführung zu verstehen. Das Verhalten gegenüber Kollegen war einwandfrei. Ihr Benehmen gab in der Regel keinen Anlass zu Beanstandungen.

Wir danken Ihnen für Ihre Bemühungen.

27.09.2010,
gezeichnet: Das Volk

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Kündigung und Arbeitszeugnis für unsere Bundesregierung.

Kuendigung_Zeugnis_Bundesregierung (pdf, erstellt von: ABSOLEM)

Kuendigung & Arbeitszeugnis (odt, erstellt von: Siegfried Schlosser)

Bitte weiterverbreiten! Ausdrucken und nach Berlin schicken!

Stromaufnahme Heimserver

Ich habe jetzt einige Messwerte beisammen, die ich auswerten kann. Eine kurze, vorläufige Auswertung von 500 Messwerten habe ich eben mal grafisch aufbereitet. Die endgültige Auswertung muss ich auf meinem Desktop machen, der Laptop ist eindeutig zu klein dafür 😉

Gemessen wurde mit einem Benning MM-11, erfasst mit der dazugehörigen Software. Zur Auswertung herangezogen wurden 50 Messungen/h.

Inzwischen hängt das ganze Zeugs an einem gemeinsamen Netzteil, gemessen wurde an der Sekundärseite während eines „Normalgebrauchs“, sprich: Beide Festplatten wurden per NFS auf dem Laptop und meinem Desktop eingehängt. 4 Rechner im Netz griffen auf den BIND9 zu, einige Downloads von außerhalb fanden statt und es wurden Dateien abgelegt und von dort kopiert, halt alles, was an einem normalen Tag auf dem Server so stattfinden kann.

Leider habe ich keine Vergleichswerte von der NSLU2, aber im großen und ganzen bin ich mit dem Verbrauch mehr als zufrieden, vor allem bei dem Geschwindigkeitsvorteil, den die Dockingstation gegenüber der NSLU2 bringt.

Sind wir jetzt am Tiefpunkt angelangt?

Ich habe mich lange nicht mehr zu den Dingen geäußert, die in diesem Land schief laufen. Zum einen, weil ich nicht das Gefühl habe, es würde sich dadurch auch nur ein wenig ändern und zum anderen, weil meine verBILDeten Zeitgenossen eh lieber sarrazinisches Gedankengut und politische Worthülsen in sich aufsaugen wie ein trockener Schwamm.

Tante Jay hat sich vor ein paar Tagen Gedanken um die Menschenrechte gemacht, mit denen ich sehr konform gehe. Auch ich bin der Meinung, dass wir zuerst vor der eigenen Türe kehren sollten, bevor wir anderen Völkern unser Denken aufdrängen.

Heute bei der morgendlichen Bloglektüre bin ich via fefe auf einen Artikel der Neuen Westfälischen aufmerksam geworden, da blieb mir glatt die Spucke weg.
Da verweigert eine Versicherung einem 79jährigen nach einem schweren Verkehrsunfall, die Kosten für eine Haushaltshilfe zu tragen, weil er als Muslim ja sowieso keine Hausarbeiten ausführen würde.
Hallo? Gehts noch?
Es wird immer kälter in Deutschland, habe ich so das Gefühl und ich schäme mich immer öfter fremd für das Verhalten meiner Mitmenschen. Aus reiner Profitgier einen hilfebedürftigen Menschen mit so einer fadenscheinigen Begründung abzubügeln ist das Allerletzte. Wohin Profitgier uns führt, sollte ja eigentlich inzwischen jedem Einzelnen klar geworden sein.

Ich will ja jetzt nicht irgenwie religiös klingen oder pathetisch, aber was wir brauchen ist Wärme, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Wir sollten uns mehr umeinander kümmern und gegenseitig achten, dann könnten wir auch viel besser miteinander leben. Religionen, Status, Verdienst, alles völlig unwichtig. Das einzige, was zählt, ist das Zwischenmenschliche. Sonst wird es wirklich bald bitterkalt hier.

Seltsame Dinge..

..tun sich in unserem Garten. Beim Spielen mit den Katzen sind mir heute einige Hexenringe aufgefallen.


Da soll sich meine Frau dann aber nicht wundern, wenn ich sie frage: „Putzt Du noch, oder wolltest Du grad zur Arbeit fliegen?“ :mrgreen:

Urlaub

Gestern haben wir draußen einen kleinen Baum gesetzt und mit den herbstlichen Aufräumarbeiten im Garten begonnen.


Das Bäumchen macht sich gut da, die Seite sieht immer noch ziemlich kahl aus, seit wir die Konifere abgenommen haben.
Heute haben wir eine Hortensie von Schwiegereltern geholt und vorn ins Beet an der Terasse gesetzt. Unkraut gezupft hatten wir ja gestern schon wohlweislich. 😉

Nun sitze ich hier mit einem Glas Federweissen in der Sonne und genieße die wohlige Wärme. Meine Frau drückt noch einige Blumenzwiebeln in die Erde..

Jeder hat so seine Art, den herrlichen Tag ausklingen zu lassen..

Louise steigt durch das, zugegebenermaßen viel zu hohe, Gras und Finchen versteckt sich im Knick und hofft auf gebratene Tauben, die ihr dort direkt in den Mund fliegen.. 😉

Und während dieser Geselle hier seinen Rüssel in die Blüten des Schmetterlingsflieders taucht (der übrigens das 4. Mal blüht dieses Jahr)..

..haben andere Zeitgenossen offensichtlich Probleme, ohne Rüssel an den gewünschten Nektar zu gelangen. 😉

Da liege ich doch lieber entspannt am Teich und lasse es mir gut gehen..

Mein neuer Heimserver..

Nachdem ja vor einiger Zeit meine Slut den Dienst quittiert hat, war ich auf der Suche nach einer Alternative und habe diese auch gefunden:

Der 20€-Server

Schnell bei Atelco in Raisdorf gehalten und so ein Dings eingepackt. Kurz nachdem ich zuhause war die Internetverbindung gekappt und schnell per SSH auf die kleine Kiste, das Auto-Update abschalten.
Dann habe ich mich an die Anleitung von Falk gehalten und das Kistchen auf Debian Lenny umgestellt. Die Slut lief bei mir ja auch „unslung“ mit einem Debian-Linux.

Hat alles wunderbar geklappt und ich muß sagen, ich bin hellauf begeistert, wie angenehm flink die Dockingstation ihren Dienst versieht.

Darauf laufen jetzt:

Noch dazu greife ich von den hier im Hause stehenden Linux- und BSD-Rechnern per NFS darauf zu. Selbstverständlich auch von meinem Medienserver unter dem Fernseher. Beide an der Station hängenden USB-Platten unterstützen Spindown, so daß der Stromverbrauch im Ruhezustand echt minimal ist.

Ich bin rundherum zufrieden und kann dieses Schmuckstück nur wärmstens weiterempfehlen.

Hier nochmal die Hardwareübersicht:

1,2 Ghz Marvell CPU
128 MB RAM
256 MB Flash (vorinstalliertes PlugOS)
1x Gigabit Ethernet
4 USB Ports (1 Mini USB als Dock)

Daran jetzt 1 2GB USB-Stick als Bootlaufwerk mit Debian Lenny und 2 USB-Platten 3,5″ als Datenhalde.

Gegensätze

Ooooops..



via Hodenmumps

Sehr geschickt hingegen das hier:


Respekt. Mein 2. Vorname lautet da ja eher „Gabeltod“ 😉

Falls ich grad etwas mundfaul wirke..

..könnte es daran liegen, daß ich gerade den Mund voll habe. Und zwar voll Jelly Beans ;).

Da kann ich mich ja reinlegen. My favourite: Caramel Popcorn. Lange hält so ein kleines Stängelchen ja eh nicht, von daher wird es nur eine kurze Höflichkeitspause. Mit vollem Mund schreibt man nicht :D.

Bin mal wieder..

..in der Nachtschicht gelandet und von daher etwas ruhiger.

Im Nachhinein betrachtet..

..war es doch keine sooo gute Idee, die Dose schon beim Kunden abzustellen..




Wenigstens ist er nicht mit der Windschutzscheibe bis an die Anschlüsse vorgefahren.

Ich hab also quer aufgesattelt..noja, eher schräg. Zum Anhänger auf der gegenüberliegenden Seite hatte ich noch etwa 3cm Luft und ich stand beschissen mit dem Hinterrad auf dem Kantstein dabei, aber es ging.

Danach ginsg direkt ins Dorf, zwischen 2 alten Bauernhöfen hindurch einen Treckerweg hoch zu einer alten Scheune und da wartete dann das nächste Problem:



In jedem Gestell sind 6 Motoren, also 12 Stück gesamt zu bewegen. Natürlich gibts hier keine Rampe. Nur einen altersschwachen Stapler und einen Hubwagen. Die Gestelle sind allerdings so flätig, daß sie das Gewicht der oben aufstehenden nicht tragen beim anheben. Drehen kann man sie auch nicht, also muß der Hubwagen jedesmal rein und wieder raus und dann einzeln abgehoben werden.
Ich kenne Kollegen, die jetzt schon wie Rumpelstilzchen rumhüpfen würden.. 😉
Was solls..ich blogge das halt grad mal und frühstücke nebenbei. Gibt so Dosen mit schlechtem Karma und wenn die Woche schon so anfängt, wird sie mit Sicherheit nicht besser..

Edit: Vergessen wir den Hubwagen, der kommt nicht unter die Gestelle. Fazit bis jetzt:
1 gerissener Spanngurt
1 gerissenes Stahlseil
1 kaputte Schleppkette
2 Gestelle draußen

Könnte eventuell ein wenig dauern..