Manchmal könnt ich ja..

..im Stehen ins Essen brechen..den ganzen Tag..

Seit gestern geht es durch die Medien, daß Ramsauer die Bundestrassen bemauten will. Natürlich wird wieder objektiv berichtet, kein Wort von „Mautflüchtlingen“ und „mautpflichtige Autobahnen umfahren“ wird selbstverständlich auch nicht in jedem 2. Satz erwähnt.

Leute, begreift es doch mal: Keiner von uns fährt freiwillig von einer gut ausgebauten Autobahn runter, um ein paar Cent zu sparen!

Zahlen muß die Mauterhöhung der Kunde, also wir alle. Habt Ihr euch eigentlich mal Gedanken gemacht, wo die Milliarden aus der Maut versickert sind? In die Strassen gegangen sind sie definitiv nicht.
Letztes Jahr hat man dem Transportgewerbe eine Erhöhung um 50% zugemutet. Viele waren eh schon geschwächt durch den Markteinbruch und haben das nicht verkraftet. Euro 3 ist heute nicht mehr bezahlbar, viele Maschinen aber erst 3 Jahre alt und somit nicht einfach von heute auf morgen zu ersetzen.

Trennt Euch endlich vom Feindbild LKW, wir ziehen alle an einem Strang. Ohne uns wäre euer Kühlschrank leer. Davon mal ab sind wir zum allergrößten Teil rücksichtsvolle und verantwortungsbewußte Verkehrsteilnehmer. Wir kennen das Schadenspotential unserer Fahrzeuge genau und benehmen uns dementsprechend im Verkehr, da könnte sich so mancher PKW-Fahrer/Motorradfahrer/Radfahrer mal eine dicke Scheibe von abschneiden..
Wir machen einen Scheißjob und müssen noch für Euch mitdenken, damit es nicht alle 10 m einen schweren Unfall gibt, zum Dank werden wir überall verbannt, beschimpft, behandelt wie der letzte Dreck, überkontrolliert und als Verbrecher hingestellt..

Wir werden mies bezahlt für die Stunden, die wir reißen und vor allem für die Verantwortung, die wir tragen müssen. Ich will uns jetzt nicht als „die Guten“ hinstellen, auch wir sind Menschen und machen Fehler, aber ein wenig mehr Verständnis seitens der Umwelt wäre schon eine ganz angenehme Sache. Dazu gehört für mich auch eine objektive Berichterstattung durch die Medien. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten, um es mit Dieter Nuhr zu sagen..

Ich begegne anderen Menschen mit Respekt und ich erwarte, daß man mir genau so begegnet, dann klappt es auch mit dem Miteinander..
Es wird Zeit, sich an Erziehung und Werte zu erinnern in Deutschland, sonst geht hier bald alles den Bach runter, fürchte ich.
Schaut Euch um, seht mit offenen Augen, wohin unsere Junta den Staat führt. Wir fahren mit Karacho an die Wand, während die Regierung immer mehr Anstrengungen unternimmt, sich vor dem Bürger zu schützen. Wir sind der Staat. Wir alle. Die da oben arbeiten für uns, leben von unserem Geld. Sparen tun sie dann wieder nur auf unsere Kosten, oder habt Ihr schon irgendwo gelesen, daß die auf 2000 Euro monatlich von ihren Diäten verzichten, um zu sparen?
Solange sie es schaffen, uns gegenseitig gegeneinander aufzuhetzen, wird sich hier nichts ändern. Still und leise begraben sie die Rechte des Einzelnen, während der auf seinen Nachbarn, die LKW-Fahrer und Hartz4-Empfänger schimpft. Irgendwann landen wir wieder im finsteren Mittelalter, wenn wir nicht aufpassen.

Also: Seid nett und respektvoll dem Anderen gegenüber, es wird genau so zurück kommen und den Alltag um vieles leichter machen. Achtet einander, seid hilfsbereit, wir sitzen alle im selben Boot.


3 Kommentare

  1. Sven sagt am 11. 06. 2010 um 13:56

    Tja, dann mache Dich schonmal mit dem Gedanken vertraut, dass Du demnächst in einer „besseren“ Stasi-Landschaft lebst, denn unsere Gesellschaft kriegt nichts mehr mit!

    Ich bin schon seit knapp 10 Jahren der felsenfesten Überzeugung, dass uns nur noch ein 3. Weltkrieg retten kann, und jeden Tag aufs neue bestätigt sich meine Meinung, wenn man sich die Hetz- und Propaganda-Medienberichte so anhört, auf welche der Deutsche mit wachsender Begeisterung hereinfällt – das Thema „LKW-Fahrer“ ist der beste Beweis. Nirgends in Europa gibt es ein weiteres Land, welches auch nur im Ansatz so feindselig gegenüber LKW ist wie Deutschland. Danke Deutschland.

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  2. Ralf sagt am 20. 06. 2010 um 15:55

    Es gibt ja verschiedene Wege wie man auf so etwas reagieren kann.
    Die Franzosen würden wahrscheinlich in einen Generalstreik treten. Eigentlich müssten die Unternehmer in Deutschland einen solchen Streik zum Teil unterstützen, ziehen sie schließlich auch Vorteile daraus. Jedoch hat in Deutschland wohl kaum ein Unternehmer genug Arsch in der Hose um sich gegen solche Zustände wie in der Transportwirtschaft zu Wehr zu setzen. Es wird eher klagend hingenommen und versucht noch ein wenig mehr an den Löhnen oder anderen kosten (Fahrzeuge, Material) zu sparen.
    Man könnte natürlich auch, wie das Hotel- und Gaststättengewerbe, intensive Lobbyarbeit machen und so seine Interessen durchsetzen. Aber auch hier Pustekuchen, die Unternehmer sehen sich auch hier nicht wirklich dazu berufen.
    Wenn die Unternehmer also lieber alles klaglos hinnehmen, dann bleiben nur noch die Betroffenen selber übrig. Einen Streik würde man in Deutschland mangels gewerkschaftlicher Organisation wohl kaum hin bekommen. Dabei würde es reichen wenn z.B. die Tankwagenfahrer streiken, gerne mit der Unterstützung anderer BKF. Ohne Kraftstoff dreht sich in Deutschland spätestens nach 3 Tagen kein Rad mehr.
    Da Unterstützung durch die Unternehmer und Streiks wohl eher wage Träume sind, bliebe noch selber tätig zu werden und Ramsauer mit Protestbriefen, E-Mails und Petitionen zu bearbeiten. Aber selbst das wird wohl am Mitmachwillen der Betroffenen scheitern.

    Stellen wir uns also besser auf noch niedrigere Löhne, schlechtere (weil billigere) Fahrzeuge, längere Arbeitszeiten und härtere Arbeitsbedingungen ein.

    actro Antwort vom Juni 20th, 2010 16:10:

    Genau darauf wird es hinauslaufen. Als BKF kann man ja heute nicht mehr seine Familie ernähren und die Löhne sinken und sinken. Generalstreik ist ja hier in Deutschland verboten, aber wer soll die Transportunternehmen davon abhalten, wenn sie alle gleichzeitig mal 14 Tage Betriebsferien machen? 😉
    Das wird man aber nicht erleben, denke ich, weil ja alle mit niedrigen Preisen kämpfen und dann die Billigheimer sich auf die Touren stürzen werden wie die Geier..

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