Archiv von 'August, 2009'

Wo Ihr gerade steht..

..könntet Ihr ja mal 2 E-Petitionen unterzeichnen. Angemeldet sind seit Zensursula ja wohl eh alle von uns beim Petitions-Portal des Bundestags.

Der Deutsche Bundestag möge beschließen eine jährliche allgemeine Pflichtuntersuchung für Berufskraftfahrer.
Begründung

In jedem größeren Betrieb gibt es einen Betriebarzt der regelmäßig alljährlich Untersuchungen auf Berufskrankheiten durchführt. Im Speditionsgewerbe wäre dies schon mehr als überfällig um gewisse Berufskrankheiten vorzubeugen, wie ständiger Schlafentzug, schlechte Ernährung, Wirbelseulenschäden, psychische Erkrankungen.

Zur dieser Petition gehts hier lang.

Recht hat der Petent in jedem Fall. Berufskraftfahrer sind erheblichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt und ohne Doc-Stop würden die meisten von uns wohl über Jahre keinen Arzt sehen.
Angefangen vom Verheben bis zu den Spätfolgen verschleppter Infektionskrankheiten und der hohen Wahrscheinlichkeit, aufgrund des ständigen Einatmens von Chemikalien und Benzoldämpfen (Benzol ist krebserzeugend!) im Alter an Krebs zu erkranken, halte ich eine regelmäßige Gesundheitsfürsorge für wichtig. Schön wäre es, das Ganze kostengünstig mit der Fahrtauglichkeitsuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr zu koppeln.

Die 2. Petition:

Vereinfachte Abwicklung und Kostenreduzierung der Verlängerung des LKW-Führerscheines C ab dem 50. Lebensjahr
Begründung

Sehr geehrte Damen und Herren,
wer bisher den LKW-Führerschein (über 7,5 t) besessen hat, muss ab dem 50. Lebensjahr eine medizinische Untersuchung vorlegen und erhält dann einen neuen Führerschein mit einer Befristung der Klasse Cx über 5 Jahre. Nach Ablauf der 5 Jahre wird wieder ein neuer Führerschein ausgestellt. Ich finde eine regelmäßige Überprüfung der Befähigung des Führens eines Fahrzeuges für sinnvoll und notwendig. Lediglich den bürokratischen Akt der Beantragung halte ich für überzogen, aufgebläht und eine Vernichtung von Volksvermögen. Wozu muss für eine reine Fristverlängerung ein neuer Führerschein ausgestellt werden? Ein Beiblatt, das einfach, schnell und unbürokratisch von der Führerscheinstelle ausgestellt, wird ist m. E. völlig ausreichend. Eine Privat-Pilotenlizenz z. B. wird einmal ausgestellt und erhält Ihre Gültigkeit mit einem Beiblatt „Medizinische Tauglichkeitsbescheinigung“ die über einen bestimmten Zeitraum ausgestellt ist. Bei rechtzeitiger Nachuntersuchung wird eine neue Tauglichkeitsbescheinigung ausgestellt und die Lizenz behält ihre Gültigkeit. In diesem Fall darf sogar der zugelassene Fliegerarzt die Bescheinigung ausstellen. Hier wurde eine praxisorientierte und kostenbewusste Lösung geschaffen. Dies muss für den Führerschein auch erreicht werden. Derzeit kostet der Führerschein ca. 40 Euro zuzüglich der Untersuchungskosten. Dieser Aufwand entsteht alle 5 Jahre. Mit der Ausstellung eines Zusatzblattes durch die Führerscheinstelle, anstelle eines neuen Führerscheins, könnten diese Kosten deutlich reduziert, die Bearbeitungszeit verkürzt und auch der Verwaltungsaufwand durch die Behörden erheblich reduziert werden. Im Sinne der Entbürokratisierung wäre dies eine Maßnahme, die von den Bürgern wahrgenommen wird und würde so die Bestrebungen der Behörden zum Bürokratieabbau, die vielfach nicht erkennbar sind, in die Öffentlichkeit rücken.

Ich freue mich auf Ihre positive Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen
Roland Moll

Auch hier sehe ich durchaus Bedarf. Die Kosten für die Führerscheinverlängerung und Fahrtauglichkeitsuntersuchung werden immerhin von uns getragen und sind nicht unerheblich. Mögliches Sparpotential sollte da ausgeschöpft werden.
Von dem Widerspruch an sich reden wir mal nicht, daß Vater Staat uns bis 67 arbeiten lassen, uns aber den Arbeitsplatz ab 50 nicht mehr anvertrauen will. 😉

Zuviel Zeit und nix zu tun

So wirds in nächster Zukunft wieder bei mir aussehen. Kam heute morgen auf den Platz, Papiere abgegeben, dann noch bissi Hofbocker gemacht, einen Auflieger zu Wenzel zum TÜV gefahren und dann wurde ich wieder ins Büro gerufen und bekam meine Kündigung.
Der Trekker geht wieder nach Paderborn zurück und $Chef kann mich nicht weiter beschäftigen im Moment. Ich hab jetzt meinen Resturlaub bis zum 11. September und werde mich Morgen dann mal wieder in die Mühlen der ARGE begeben müssen..

Ich könnt ja im Stehen Kotzen..

Rohr

Hier mal ein paar Bilder von dem 18t-Rohr, das ich nach Odense gefahren habe..


Rohr

Rohr


Rohr

Rohr

Da das ganze nur 4m lang ist und nicht vorne formschlüssig anliegend geladen werden konnte, habe ich es mit 19t niedergezurrt und zusätzlich noch mit 4 Spanngurten gelascht.


Rohr

Rohr

Trotzdem bin ich natürlich sehr vorsichtig gefahren..nicht auszudenken, das wäre heruntergekracht, womöglich noch auf einen Corsa mit einer 12köpfigen Familie drin oder so..


Rohr

Rohr

Ich muß da mal eine Lanze brechen..

für unsere Ossis Mitbürger aus den teuren neuen Bundesländern. Wenn man sich an die bekloppte Fahrweise der Polen gewöhnt hat, fallen sie im Verkehr kaum noch auf 😀

Ich komme gerade aus einem Windpark in Pepowo, das liegt etwas südöstlich von Poznan. Mal davon abgesehen, daß man die Fenster und Türen nicht öffnen durfte, ohne die ganz Hütte voll Fliegen zu haben, war es sehr nett da. Nette Leute, schöne Landschaft und unheimlich ruhig nachts. Die Fliegen wurden von den Misthaufen angezogen, die direkt neben unserem Fundament lagen.


Bundestrasse in Polen

Bundestrasse in Polen

Die Strassen waren anfangs sehr gut, es gab sogar ein 60km langes Stück Autobahn.


Autobahn A2

Autobahn A2

Später wurde es dann immer enger und immer holperiger. Polen haben von Geburt an wohl keine Bandscheiben, so wie die über die Piste geknattert sind.


Landstrasse in Polen

Landstrasse in Polen

Hier kann man die ersten beiden Turmstücke im HIntergrund über den Mais gucken sehen.


Turmstücke

Turmstücke

Die orangen LKW im davor sind nötig, um das Gelumpe vom 1200t-Mobilkran zu bewegen, also Ballast, Wippe, Baggermatten, etc.
Der Mobilkran war ein Teleskopkran, kein Gittermast, sowas sieht man nicht oft. Echt beeindruckendes Teil.


Hinten der 1200t-Kran, davor ein 200t-Mobilkran

Hinten der 1200t-Kran, davor ein 200t-Mobilkran

Inzwischen stehe ich kurz hinter Leipzig, mir tun alle Knochen weh von dem Gehopse und ich würde gern duschen. Ich habe ein 4m langes, 18t schweres Betonrohr für Dänemark geladen hier..


schön wärs

schön wärs..

Das Halbrunde muß in das Eckige..



Natürlich fliegt mir am Freitag nen Federbalg weg..alles andere wäre ja auch zu einfach 🙁
Nun stehe ich bei
Sandmann&Scholten über der Grube und lasse mir den Balg wechseln. Den Anschluß haben wir mit einem 1-Cent-Stück totgelegt, so daß ich aus eigener Kraft hierher kam.


Ist natürlich wie immer der ungünstigste Zeitpunkt schlechthin, da ich heute bis Magdeburg kommen wollte und dann mit einem Leihwagen nach Hause. Das Gelumpe muß Montag morgen um 8:00 in Polen im Windpark stehen..

Nachtrag: Das ging wirklich hau-ruck. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für die freundliche, kompetente und vor allem schnelle Hilfe 😀

Man muß im Leben Prioritäten setzen..

.., das dachten sich wohl auch die Pinselschwinger vom Straßenbauamt, die heute morgen bei Cloppenburg an der A1 in aller Ruhe ihre Tagesbaustelle mit einseitiger Spurverengung eingerichtet haben und dann vergnügt auf dem Rasen saßen und sich die 5 km Stau beim Frühstück ansahen ..

Leute, mit so einer Arbeitsmoral geht es in Deutschland niemals bergauf..

Ich fühl mich gut..

..ich steh in Berlin! Außer, daß es heiß ist (27° C), der ICE 2m von meinem Kopf entfernt durchdonnert und die Nachtruhe alle 15 Minuten durch ne S-Bahn oder nen DB-Regio-Zug unterbrochen wird..

*gnarf*

*gnarf*


Abladen geht leider erst morgen früh, die brauchen hier nen Mobilkran um die Drehgestelle abzunehmen.
Berlin ist mit Überbreite immer wieder ein Erlebnis. Beklopptere Radfahrer findet man wohl nirgends im ganzen Bundesgebiet, soviele Augen kann man gar nicht haben, um sich nicht so einen in die Zwillingsreifen einzufahren.
Der Berliner fällt mir immer wieder durch seine stoische Ruhe und Gelassenheit wilde Hupkonzerte auf, wenn ich, durch die Breite bedingt, 2 Fahrspuren nutze und versuche, mich unter voller Chaotenbefeuerung durch den Stadtverkehr zu quälen. Warum muss die Werkstatt der Deutschen Bahn auch unbedingt mitten in Köpenick liegen?

Drecksgegend

Wenn ich zur Bahn muß in Neumünster, übernachte ich auf dem Bundesbahngelände an der Max-Johannsen-Brücke. Dort ist ein McDonalds angesiedelt, so daß man zumindest zwischen 9:00 und 24:00 h auf Toilette gehen kann. Gewaschen wird sich halt am Kanister und dann bei nächster Gelegenheit geduscht.
Im Grunde ist es recht ruhig hier, den Verkehr vom Stadtring bekommt man kaum mit und Züge auch nur bei ungünstiger Windrichtung. Was allerdings manchmal ein wenig nervernaufreibend ist, ist die Jugend mit ihrer bummernden Techno-Musik und vor allem der Abfall, den sie hier hinterlässt.

Ich habe in meiner Jugend zumindest ein wenig Benehmen gelernt und würde auch heute meinen Abfall nicht einfach irgendwo aus dem Fenster werfen, aber bei denen ist wohl Hopfen und Malz verloren 🙁

Hier steh ich nun, ich armer Tor..

..und meine Schichtzeit geht langsam den Bach runter. Abgeladen habe ich heute morgen kurz nach 7:00 h in Neumünster bei der Bahn und mich auch gleich leer gemeldet. Eben nach 8:00 h bekam ich dann einen Anruf von der Dispo, ich soll bei der Bahn laden für Berlin. Wunderbare Sache..nur ist die Ladung für 13:00 h..
Jetzt stehe ich hier um die Ecke rum und schlage die Zeit tot. Und rechne hin und her, wie ich das am besten veranstalte, morgen früh um 7:00 h in Berlin zu stehen und nicht allzuviel Fahrtzeit dabei zu verschwenden..

„Uuuuuuund hepp!“

Sowas in der Art hat sich der junge Mann auf dem Stapler wohl gedacht, als er den Baum vorkippte, bevor er den Container mit Altmetall ausleeren wollte. Sein Stapler bekam plötzlich Übergewicht und kippte vorwärts gegen den Abrollcontainer. Auf dem Bild der mühselige Rettungsversuch 😉

Wenn Shice, dann Shice mit Schwung ;)

Wenn Shice, dann Shice mit Schwung 😉

Ein 2. Stapler nahm den ersten mit einem Stropp an die Gabel und der Altmetallcontainer musste mühsam von Hand entleert werden.
Alles in allem wars amüsant zu beobachten..Wenn es bloß nicht in der Ladestrasse passiert wäre. Ich musste quasi in Blickrichtung hinter die Stapler drücken, dort lagen meine ICE-Achsen. Der ganze Spaß hat mich locker eine ganze Stunde gekostet 🙁