Disposition, oder wie man richtig mit grossen Autos spielt..

Ich hab mal wieder eine schöne Neumöbel-Tour diese Woche. Gestartet Montag in Farvang bei Tvilum in Richtung Bremen. Erste Nacht noch in Padborg verbracht, dann am Dienstag morgen durch den üblichen Hamburg-Stau gekämpft. Erster Kunde in Spaden, das liegt Richtung Bremerhaven gegenüber von den Überseehäfen. Dann noch ein Kunde in Bremerhaven direkt und durch den Wesertunnel nach Wilhelmshafen rüber. Alles relativ staufrei geschafft, nur die Wartezeit in Wilhelmshafen ließ das Ganze ein wenig eng werden.
Vor mir ein Pole mit Polstermöbeln, Motorwagen und Anhänger abladen. In der Zeit hab ich dann was gegessen und ein wenig in der ct‘ gelesen. Als der Pole abrückt, starte ich den Motor und wende auf dem Nebengrundstück, um an die Luke zu kommen. Gottseidank musste ich noch nach hinten, die Türen öffnen, hatte sich doch eine fußfaule Mutti mit ihrem Kleintransporter hinter mich gedrängelt, als der Zug eingeknickt war.
Sie hatte beschlossen, daß das der ideale Parkplatz wäre und ist mit ihrer Baggage einen Bummel durchs Möbelhaus machen gewesen.. 45 Minuten lang..ich hätte im Stehen Kotzen können..

Schlechtes Gewissen hatte sie auch nicht, woher solle sie denn wissen, daß das die Warenannahme sei und sie würde immer dort parken. Steht ja auch nicht groß oben am Gebäude..

Nunja, abgeladen und dann wieder auf die Bahn, nächster Halt Posthausen. Das liegt im Norden von Bremen? Richtig! Stau war nur mittelmäßig, bin nur 2h nach Annahmeschluss da angekommen.
Ich hab also beim Dodenhof übernachtet und mich heute morgen um 6.30 als erster angemeldet. Ich sei nicht avisiert, bekam ich zu hören. Mein Hinweis auf die Avisierung gestern um 15.00 wurde mit einem „Wir sind voll, Sie müssen warten, bis wir sie zwischenschieben können“ abgeschmettert.
Langer Rede kurzer Sinn, um 12.00 kam ich dann an eine Luke. Der Laden hat 120 Luken und an ganzen 3(!) davon wird abgefertigt.

Kein „Guten Tag“, kein freundliches Nicken, Hubwagen wurde mir hingeschubst..“Kannst anfangen, da hin“. Die Paletten sind gestapelt, 2 übereinander sind so hoch, daß sie nicht durch die Luke passen. Ich habe also die Paletten ans Heck geschoben, der schrullige TypLagerarbeiter hat seine E-Meise genommen und die obere angehoben, dann hab ich die untere zurückgezogen und er ist mit der oberen zu seinem Tisch.
Tja..und da stand ich dann, hinter der Palette im Auflieger, wärend er die Lieferscheine abhakte und in aller Seelenruhe die Komissionen zusammenstellte. Das ganze 8 mal, weil ja 8 Paletten.
Kurz vor 14.00 konnte ich dann weiter.
Von Posthausen gings nach Delmenhorst zu Roller. Da hatte ich 1:20 Wartezeit, bis die Jungs nörgelnd ihre Ware annahmen. Ein echter Lichtblick war dann Buss in Oldenburg. Da bin ich immer gerne, die sind freundlich und hilfsbereit. In 20 Minuten war da alles gegessen und jetzt stehe ich in Wiesmoor bei der anderen Buss-Filiale und lade da morgen früh ab.

Wer sich die Mühe macht, diese Tour mal auf der Karte nachzuverfolgen, wird sicherlich zu dem gleichen Schluß kommen wie ich. Man hätte ungefähr 30% der gefahrenen Kilometer bei anderer Reihenfolge locker sparen können..


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