Musikindustrie verarscht Künstler

„Ich war nie aktiv gegen die illegalen Downloads und Internet Piraterie und werde es auch nie sein. Ich würde meinen Namen nie für etwas hergeben, dass gegen das Herunterladen, Piraterie oder ähnliches Zeug ist. Das ist etwas Persönliches, dass jeder Künstler für sich entscheiden muss. […] Ich gehöre zu einer Punkrockband, es geht darum deine Musik zu veröffentlichen, auf jedem erdenklichen Weg. Du machst kein Geld mit deinen Aufnahmen, die Labels machen die Kohle mit den Aufnahmen. Wenn sie heute kein Geld mehr dafür erhalten, weil sie es verpennt haben, wie die Welt läuft, ist es deren Problem“.

Gitarrist Lindsay McDougall der australischen Band „Frenzal Rhombs“

Leider zu spät, diese Äusserung.

McDougall wurde gebeten, in einem 10-minütigen Videoclip mitzuwirken, welcher kostenlos an allen Highschools in Australien verteilt werden soll und zeigt wie ein Musiker sich sein Überleben sichern muss, insbesondere wenn er noch weniger bekannt ist.

Herausgekommen ist dabei ein Anti-Piracy-Spot der MIPI (Music Industry Piracy Investigations). Konfrontiert mit seiner Aussage antwortete die Managerin der MIPI, daß sie bisher von keinem der anderen Künstler oder deren Manager Probleme oder gar Beschwerden über die Art und Weise erhalten hätte, was das Video zu vermitteln ersucht.
Sie stellte infrage, ob McDougall den Film überhaupt angesehen habe, denn schließlich drehe er sich nur zwei Minuten lang um die Thematik „Herunterladen von Musik – Folgen für die Musiker“.
2 Minuten bei diesem Kurzfilm entsprechen 20 Prozent der Gesamtspielzeit, das schien aber für sie nicht relevant zu sein. Sie stritt es ab, dass er fehlunterrichtet worden sei, und das alle Dokumente, die er zu diesem Videodreh zu unterzeichnen hatte, eindeutig verdeutlichten, dass die MIPI darin involviert war.

via theAge


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