Kampf gegen Zwangsprostitution – Regierung will hohe Strafen für Freier

Die Idee find ich ja mal wieder so richtig gelungen..

Das Justizministerium schlägt dem „Spiegel“ zufolge vor, den Paragrafen 179 im Strafgesetzbuch zu ändern: Wer jemanden unter „Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist“, sexuell missbraucht, soll künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft werden können.

Bloß weil man nicht an die eigentlichen Kriminellen im Milieu herankommt, kriminalisiert man halt den kleinen Bürger. Mal ganz abgesehen von der Situationskomik, die sicherlich bald auch ihren Weg auf die Bühnen der Komödianten finden wird..

Rechtspolitikern der Union geht der Entwurf dem Hamburger Magazin zufolge nicht weit genug. Der Bundestagsabgeordnete Siegfried Kauder (CDU) will Freier schon dann bestrafen, wenn sie „leichtfertig nicht erkennen“, dass sie es mit einer Zwangsprostituierten zu tun haben. Wer also blaue Flecken auf dem Körper einer solchen Hure ignoriere, müsse mit Strafe rechnen.

Vorsichtige Freier werden also in Zukunft erst einmal sagen:

Zieh Dich aus und dreh Dich mal langsam um. Okay, vergiß es, Du hast da nen blauen Fleck am Schienbein..

..

Es würde mich mal interessieren, wie die Kontrollen aussehen sollen? Werden künftig Amtsärzte zusammen mit dem GSG9 die Bordelle stürmen?

Und vor allem die Frage, was kommt als Nächstes? Werden künftig alle Portemonnaie-Besitzer mit Gefängnisstrafen belegt, um dem Taschendiebstahl ein Ende zu setzen? Oder wird man alle Arbeitnehmer in Straflagern sammeln, damit die Steuerhinterziehung eingedämmt wird? Ach ja, selbstverständlich braucht man dann noch Straflager für HartzIV-Empfänger, um die Schwarzarbeit abschaffen zu können.

Bei soviel Realitätsferne in den oberen Reihen mag man sich eigentlich über nichts mehr wundern.

Via rp-online.de


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